<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299</id><updated>2012-01-20T05:08:59.799-08:00</updated><category term='...'/><title type='text'>भारत    In neuen Farben    ‏پاکستان‎</title><subtitle type='html'>Wie alles im Leben ist auch das hier eine Trilogie (was macht man eigentlich, wenn dann etwas viertes dazukommt?). "Auf der Suche" ist erstmal vorbei, "Wie im Film" fühl ich mich auch nicht mehr - jetzt ist alles etwas besser und klarer: "In neuen Farben" also. Wer meine Indien/Pakistan Geschichten im Feb/März 2012 mitvervolgen möchte, ist hier willkommen.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>48</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-3772829985117273702</id><published>2012-01-18T07:17:00.000-08:00</published><updated>2012-01-18T07:19:55.799-08:00</updated><title type='text'>Berlin</title><content type='html'>Das ist, damit die Lücke in diesem Blog geschlossen werden kann. Das Letztemal, als ich geschrieben hab, war ich ja sozusagen noch in München - das war vor knapp zwei Jahren. Aber mein Gefühl hat gestimmt: dort blieb ich nicht lange. Und jetzt bin ich endlich (endlich!) im wunderbaren schrecklichen Berlin gelandet, wo ich mich inzwischen sehr zuhause fühle.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-3772829985117273702?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/3772829985117273702/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=3772829985117273702' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3772829985117273702'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3772829985117273702'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2012/01/berlin.html' title='Berlin'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-769902777121774879</id><published>2010-08-30T23:31:00.000-07:00</published><updated>2012-01-20T04:38:41.529-08:00</updated><title type='text'>Roshni zindabad</title><content type='html'>Liebe Freunde von Roshni und Pakistan,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl es schon zweienhalb Jahre her ist, dass ich dort war, habe ich nun wieder und immer mehr mit Roshni zu tun. Falls ihr interessiert seid, dort hin zu gehen, zu Spenden, oder in Deutschland Spendenaktionen zu machen (Vorträge, Infos an Schulen...), kontaktiert ihr mich einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem, wenn es in Berlin stattfindet, bin ich zu  jeder Schandtat bereit, die Roshni in irgendeiner Weise unterstützt. Und wenn ihr selbst dort hingehen wollt: tut das!&lt;br /&gt;meine e-mail ist maria-jacobi@web.de, ich antworte gern.&lt;br /&gt;(der alte Pakistanblog fängt weiter unten an)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-769902777121774879?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/769902777121774879/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=769902777121774879' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/769902777121774879'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/769902777121774879'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2010/08/roshni-zindabad.html' title='Roshni zindabad'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-8056660240069936854</id><published>2009-01-21T05:55:00.000-08:00</published><updated>2009-01-21T06:13:39.799-08:00</updated><title type='text'>die wildfremden Freunde</title><content type='html'>Seit Hai hai hai nicht mehr geschrieben und immer noch in muenchen.&lt;br /&gt;Ich bin eben auch verwirrt davon und mir ist nicht nach schreiben deshalb, weil ich ploetzlich mit wildfremden menschen eine unheimliche Menge Zeit verbringe, zusammenwachse, zusammenlerne und von denen, die doch eigentlich meine freunde sind, nicht mal genau weiss, in welcher Stadt sie gerade leben. Man vergisst beim rechnen ganz, dass man sich eigentlich nicht kennt und schwupp sind wir schon bei einem von uns am Kuechentisch mit Tee und Waffeln gelandet.&lt;br /&gt;So passiert das eben mit der zeit. aber zum glueck korrigiert katha diesen Gedanken in ihrem Blog: es passiert nicht mit uns - es geschieht durch uns. Durch mich werden naechste Woche einige Klausuren geschehen (ich habe wieder ein Abiturgefuehl nach zwei Jahren), dann Entscheidungen. Normal. Ich denke ganz arg, ich will noch Sport studieren (deutsch kann man auch lassen leider). Aber das wird sich zeigen, ach nein, das werd ich zeigen :) Und das naechste Semester vielleicht auch noch in Muenchen, weil sich die wildfremden immerhin auch ausserhalb des grauen Mathegebaeudes treffen mit Augustiner und Shisha, Gitarre, Schneebaellen und vielen verschiedenen Lebensgeschichtchen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-8056660240069936854?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/8056660240069936854/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=8056660240069936854' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/8056660240069936854'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/8056660240069936854'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2009/01/immer-noch.html' title='die wildfremden Freunde'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-6487541329456353144</id><published>2008-11-11T00:52:00.000-08:00</published><updated>2008-11-11T01:05:29.631-08:00</updated><title type='text'>Die Wüstenpolizei</title><content type='html'>"Hai hai hai.... hai hai hai, hier ist die Wüstenpolizi, hai hai hai..." sagt er wieder und wieder, einfach so vor sich hin. Außerdem schwankt er und es riecht verdächtig. Die Leute in der Münchner S5 sind plötzlich alle sehr beschäftigt. Einer liest, der andere schreibt, daneben unterhalten sich welche übereifrig. Wenn der bloß nicht zu mir kommt... "Osama bin Laden Osama bin Laden Osama..." Quatscht der alte Mann weiter. Es riecht nach Alkohol. Jetzt geht er vorbei. Sprich mich bloß nicht an!! Ich bin auch ganz arg beschäftigt, ich spiel schließlich mit dem Handy. Ich pack es lieber weg, vielleicht klaut ers mir noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was uns doch für komische Gedanken kommen, wenn mal einer, der etwas aus der Spur ist, zu uns in die Bahn steigt. Ein bisschen ist es doch wie im Zirkus: Hoffentlich sucht er sich nicht mich für seine Späße aus. Und außerdem weiß man ja auch nicht, was mit so einem los ist. Aber was ist mit uns eigentlich los? "I'm from South Afrika, I'm from South..." hör ich ihn von ferne sagen. Ich hol mein Handy wieder aus der Tasche. Und wenn er da aussteigt, wo ich aussteig? Bloß unters Volk mischen, man weiß ja nie. Die Türen schleißen, ich bin allein am Bahnsteig. Gott sei dank, den wärn wir nochmal losgeworden....&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-6487541329456353144?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/6487541329456353144/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=6487541329456353144' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6487541329456353144'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6487541329456353144'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/11/die-wstenpolizei.html' title='Die Wüstenpolizei'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-4695845125432028100</id><published>2008-11-02T11:44:00.000-08:00</published><updated>2008-11-02T12:13:26.030-08:00</updated><title type='text'>Wieder auf dem Hügel</title><content type='html'>Draußen ist es nassgrau, drinnen bunt. Die Idem-Klausur geht dieses Jahr nur ein Wochenende und kaum hat man alle Leute gesehen, sind sie schon wieder davon. In Dornach passiert eben immer alles ganz arg. Was in der Schule noch als  Marias Hippie Tagung abgetan wurde und so aus dem Alltag völlig rausstach, ist von München aus gesehen wieder mein Zuhause und ein Ort, wo ich im Prinzip auch hingehöre. "Goetheanum" ist zwar ein Wort, das manch einen erstmal erschlägt, aber für mich ist es einfach so, dass sich hier immer wieder ein Haufen spannender, lustig-lieber Menschen trifft, die einfach als Konstante in meinem Leben auftauchen (ich bin also machtlos). Was Idem, Captura und Projektzeitung für eine Rolle bei mir spielen wird mir erst langsam klar und noch langsamer beginne ich dann, mich zu ärgern, dass ich mich nicht voll und ganz in eine solche Sache stürze und auf den rest pfeiffen kann. Aber jetzt hab ich gerade eine große Uni vor mir und da sagt man dann, bei mir ist alles voll. Nur was man noch alles machen könnte. Wenn Dir also mal langweilig ist oder Du was anderes tun willst... Am konkretesten für mich ist momentan Connectivity 2010 in Kapstadt. Aber auch im Sommer 09 solls wieder ein Workcamp in Südafrika geben.&lt;br /&gt;Lesen Sie jetzt mehr unter doubleudoubleudoubleu.idem-network.org :)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-4695845125432028100?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/4695845125432028100/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=4695845125432028100' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4695845125432028100'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4695845125432028100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/11/wieder-auf-dem-hgel.html' title='Wieder auf dem Hügel'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-4073169556292973191</id><published>2008-10-25T08:37:00.000-07:00</published><updated>2008-11-02T11:44:06.455-08:00</updated><title type='text'>fürs erste</title><content type='html'>Das kommt eben davon, wenn man eine Rundmail schreibt. Dann ist das Postfach ganz gefüllt, dann ist man selber überfüllt. Als hätte nicht schon der Studienanfang gelangt. Ofiziell bin ich nun bei Mathe und Deutsch ganz dabei und bei Philosophie ein bisschen (LA Gymnasium). In Echtheit geh ich heimlich zu den Indologen, als Ausgleich sozusagen, bin Donnerstags in Hindi 1 und Dienstags beim Bollywoodfilm und außerdem kenn ich da schon mehr Leute, als von der Mathematik. Ja, es sind schon wieder Klischees, die sich bewahrheiten. Natürlich gibt es auch gemütliche Mathematiker und Zielstrebige Indologen. Aber allein von den Räumlichkeiten her ist es bei letzteren  heimeliger und dann auch persönlicher, während ich in der Mathevorlesung eine von vielen (von etwa 400) bin. Sowas wurde uns an der Waldorfschule nicht beigebracht. Da war noch jeder ganz besonders eigen. "Du bereust also nicht, an dieser Schule gewesen zu sein?" Nein, ganz und gar nicht und ja, ich würde auch meine Kinder dort hinschicken, aber soweit müssen wir ja gar nicht denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verzettel mich schon ein wenig: im Kopf eine Idee vom nächsten Artabanlager bei den Capturisten, dann zur Arbeitsgruppe "Hindi als Unterrichtsfach", dann raus auf die Strasse - es ist mal wieder dunkel geworden und ich weiß auch nicht mehr, ob ich nach rechts oder nach links gegangen bin. Zum Glück gibts auch dafür eine Weisheit: Du kommst immer dort an, wo Du wolltest - egal welchen Weg Du wählst! (Sagt man so) Na dann. Dann kann ich ja ganz getrost gleichmütig sein (danke Insa für das schöne Wort!). Und außerdem sind die Münchner ganz außerordentlich nett und halten einem die Türen auf und laden auf einen Cae ein und haben großes Nachsehen, wenn ich mal wieder im falschen Kurs gelandet bin. Fürs erste bleib ich wohl noch ein bisschen hier :)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-4073169556292973191?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/4073169556292973191/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=4073169556292973191' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4073169556292973191'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4073169556292973191'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/10/frs-erste.html' title='fürs erste'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-11428423380516229</id><published>2008-10-13T02:00:00.000-07:00</published><updated>2008-10-13T02:15:32.292-07:00</updated><title type='text'>Munich</title><content type='html'>Wie aus einem alten Grammophon kommt plötzlich von ferne Musik. Unter der Erde spielen die Lautsprecher der Münchener U-Bahnstationen Klassik. Wie schon in Pakistan, nur kein Mullah. Wie im Film nur kein Regisseur. Oder war ich das? Jedenfalls bin ich jetzt hier zu finden, wo sich die Leute einzureihen wissen: links gehen, rechts stehen. Stehen auch bei roter Ampel. Dein Kindern ein Vorbild! Rolltreppen und Untergrundbahnen, Ampeln und viele viele Menschen sind also meine neue Umgebung. Am Ende vom Tag zieht manchmal alles nur noch vorbei und ich kann meine Konzentration nicht auf den Moment lenken. Die Stadt ist eine Herausforderung. Das Studium wahrscheinlich auch. In einer Stunde beginnt meine erste Vorlesung in LinAlg1. Ich bin aufgeregt wie ein Schulkind. Aber das verfliegt sicher bald und all die neuen Worte werden normal für mich. Was dann?&lt;br /&gt;Ich habe noch nicht das Gefühl, dass ich lange hier bleiben werde, aber das muss ich ja keinem verraten ;)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-11428423380516229?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/11428423380516229/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=11428423380516229' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/11428423380516229'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/11428423380516229'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/10/munich.html' title='Munich'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-5825640423718245069</id><published>2008-08-03T21:08:00.000-07:00</published><updated>2008-08-03T21:17:38.456-07:00</updated><title type='text'>Schon wieder die Scheiche</title><content type='html'>wieder Dubai wieder Scheiche. Was ist da los? Ich weiss es auch nicht. Da ich den Blog Buchschreibenderweise vorruebergehend geschlossen hatte, ist er wahrscheinlich nur schwer aus dem winterschlaf zu holen. Muss er auch nicht. Nur eben so: Die Pakistangeschichten sind in Form eines sehr schoenen Buechleins gerade bei projektzeitung erschienen und unter gleichnamiger seite .org als neue Ausgabe oder bei mir per e-mail zu bestellen.&lt;br /&gt;Fuer Suedafrika wirds vielleicht mal tatsaechlich eine Rundmail geben, dann verfasse ich erstmal alles von Hand - andere Qualitaet im Text - und therapieren muss ich mich da wohl auch nicht so sehr durchs Schreiben, ist ja nicht lang. alles weitere landet bei Dir im Postfach.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-5825640423718245069?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/5825640423718245069/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=5825640423718245069' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/5825640423718245069'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/5825640423718245069'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/08/schon-wieder-die-scheiche.html' title='Schon wieder die Scheiche'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-3409940537225434245</id><published>2008-04-05T08:51:00.000-07:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.449-07:00</updated><title type='text'>danach und davor</title><content type='html'>Ich vermute mal - denn wissen kann man ja nur so wenig, dass dies vorerst der letzte Blogeintrag wird; sozusagen das Requiem fuer die Pakistanreihe. Denn auch wenn ich von einigen "Du schreibst wirklich gut!" Komplimenten ganz stolz geworden bin, habe ich zurueck in Deutschland eigentlich keinen Anspruch mehr auf diese "ich erzaehl jetzt aus meinem Leben" - Texte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit einer geschaetzten Wochen bin ich nun wieder daheim (heißt eigentlich bei Caspar) und natuerlich noch immer nicht richtig angekommen. "Natuerlich" deshalb, weil ich mich auch mit Haenden und Fueßen dagegen wehr, noch absichtlich mit dem Kopf wackel statt anstaendig zu nicken, was jeder als ein "ja" verstehen wuerde und jedes Nachfragen ("was meinstn jetzt damit?") ersparte. Fehlt nur noch, dass ich im Chalwar Kameez durch die Straßen gehe, aber das ist auch schon wieder so ein "Ich komme gerade frisch aus Indien". Auch mein Urdu kommt mir abhanden, rinnt mir gleichermaßen durch die Finger: Wenn nun ein Anruf aus Pak- oder Hindustan kommt (was ich daran merke, dass bei meinem Namen die Betonung auf dem ersten a liegt, das r gerollt), werd ich ganz klein, weil ich fast nichts davon verstehe und schon gar nicht sinnvolle Antworten geben kann. Die Verbindung ist aber auch verdammt schlecht! Und dann noch die Hinterkopfgedanken, was die fuer ein Geld ausgeben muessen fuer diesen Anruf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist Deutschland gar nicht so kalt, wie ich befuerchtet hatte. Schon gratulieren mir viele liebe Leute, dass ich 21 geworden bin (was ja nicht mein Verdienst ist) und heil wieder da. Und ich freu mich noch auf so viele Wiedersehen. Wenn das dann vorbei und gaenzlich ausgekostet ist, die Geschichten erzaehlt und wenn ich im Free mit "moechten Sie ein Bier?" begrueßt werd, dann geh ich zurueck nach Pakistan!&lt;br /&gt;Und obwohl ich schon wieder gelernt wurde in Minuten, nicht in Stunden zu denken, gibt es eigentlich nichts, ueber das ich mich hier aergern muesste. Warten z.B. kann ich gerade richtig genießen. Leuten beim hin und hergehen sehen, bekannte Gerueche (ganz toll: alte Damen Parfum) und klare Luft einatmen, pfeiffen duerfen - ja, eigentlich gibt es gar kein Warten mehr - genauso wie es keine Langeweile gibt und wenn doch, dann sind wir eben selber schuld (wie meine Großmutter zu sagen pflegte).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was steht denn da oben von zurueck nach Pakistan? Das auf jeden Fall (wennmoeglich), aber vermutlich nicht in naechster Bälde (heißt es denn die Baelde?)... Frag lieber nicht nach meinen Plaenen! Wenn ich denn welche mit Koepfchen gemacht habe, riskiere ich vielleicht doch wieder einen Blogeintrag. Fuer jetzt mag ich nur noch danke sagen, dass Du mit Deinem Lesen meinen Worten  immer wieder den ein oder andern Sinn gegeben hast und der Rest kommt ins Tagebuch.&lt;br /&gt;- obwohl -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Don't write diary, Maria! You must not read tomorrow what you've done yesterday. We are living now!"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-3409940537225434245?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/3409940537225434245/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=3409940537225434245' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3409940537225434245'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3409940537225434245'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/04/danach-und-davor.html' title='danach und davor'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-1354336456889019531</id><published>2008-03-27T20:57:00.000-07:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.458-07:00</updated><title type='text'>Boarding now at gate nr. 9</title><content type='html'>Ich bin muede. Aber soweit ich weiss ist das gar keine schlechte Vorraussetzung zum Schreiben (vielleicht weil man dann in weniger klaren Saetzen denkt). Und endlich wieder ganz ruhig im Internet. jetzt komm ich zum Maillesen: Jonas, der ein gutes Stueck mit mir gereist war, schreibt von Deutschland "Bleib wo Du bist!", Ulli hat etwas Geld auf seinem Konto rumliegen, das er mir gern zu diesem Zweck leihen wuerde - lese ich in der naechsten Mail. Und Caspar sagt schliesslich, ich solle mich bei meinen Entscheidungen bloss nicht nach ihm richten und als Maripar oder was zurueckkommen. Aber jetzt bin ich schon in Dubai. Wahrscheinlich war ich einfach nur zu doof, den Flug umzubuchen, mich ums Geld und sagen ich komm paar Wochen spaeter zu kuemmern - andre Verpflichtungen hab ich wirklich nicht (soweit ich weiss). Es macht mir ein bisschen so das Gefuehl von einfach machen ist selten so leicht wie jetzt im Leben. Ich kann theoretisch tun, was ich will (wie ich bei der Pakistanideeumsetzung gemerkt habe) und habe nur eine Sorge: Ich weiss gar nicht was ich will. Jaha, das ist nicht komisch! Manche wollen Taenzerin werden oder Lokomotivfuehrer. Andere wollten schon immer mal in Ghana unter einer Palme gesessen haben (so es die da gibt). Ich habe mich nie so nach was hingefuehlt. dann bin ich nach Pakistan gegangen, jetzt komm ich zuerueck. Und? Veraenderung? "gehoert das irgendwie zu deiner Ausbildung, Studium hm?" Hmmm, ja!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nehmen wir mal Dubai, wo ich mich gerade so schoen aufhalte: Da frag ich mich nicht mehr wie vor sechs Monaten, ob das denn nun Delhi ist oder wo ich denn nun gelandet bin. Auch fallen mir keine dunklen Maenner in weissen Gewaendern mehr auf, sondern viele viele weisse Gesichter in Jeansgewaendern, die mir irgendwie so bekannt vorkommen. Ganz zu schweigen von den verschwundenen Traurigseigefuehlen, wenn ich eine Frau in Burka seh. Da hat sich ein Haufen Sympathie bei mir angesammelt in den letzten Monaten. Eigentlich wuerde ich gern mit ihnen in die kleine Flughafenmoschee gehen und ein subhan Allah, Allah hu akbar und Allham dullilah beten...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie schnell man aber auch aus einer Kultur gerissen werden kann, das ist wirklich unverschaemt! eben war ich noch besonders, weil weiss und gleichzeitig Pakistani. Bald denken die Leute nur was das Maedchen fuer komische Kleider anhat und warum sie bloss acca und thik hae sagt. Dann will ich wieder zuerueck! Wenn nur die Deutschen ein bisschen Indisch oder Pakistanisch waeren und nicht so verschlossen und steiff. Sich mal auf der Strasse anrufen mit "hee Bruder, wo faehrst Du hin?" oder im Bus, im Cafe, immer wie eine Familie, nicht mit dem Blick "warum sprichst Du mit mir, wir kennen uns doch gar nicht!". Wo kommt das her? die denken im Orient echt, wir sind nur "selfish". Aber ueberleg mal, Du bist in so einer Famielienkuemmerkultur aufgewachsen und dann kommt eine aus Europa und erzaehlt Dir, dass sie da ihre Eltern einfach alle in ein Heim stecken wo sich dann Aertzte und Pfleger drum sorgen sollen. Hallo, ein Artzt kann meiner Mutter doch gar nicht die Liebe geben, die sie jetzt braucht (hat Ravi darauf ganz erschuettert gesagt). Du machst das aber nicht Maria, ok? thik hae.&lt;br /&gt;Die naechste Enttaeuschung fuer ihn war, dass ich so viel aufschreiben musste. "Was macht denn das fuer einen Sinn? Willst Du etwa morgen lesen, was Du gestern gemacht hast? hey, wir leben heute, hoer jetzt auf so mit deiner Denkerei!"&lt;br /&gt;Ja, so verschieden ist das alles. So verschieden bin ich geworden in mir und versuch einfach nur das Lachen und "don't worry" mitzunehmen und aufzuheben. Ich glaub, das koennen wir ganz gut gebrauchen. Ich hab gehoert bei uns schneits...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-1354336456889019531?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/1354336456889019531/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=1354336456889019531' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/1354336456889019531'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/1354336456889019531'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/03/ich-bin-muede.html' title='Boarding now at gate nr. 9'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-6382454436569530462</id><published>2008-03-21T01:57:00.000-07:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.455-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>jetzt, am Ende der Reise, bin ich dort, wo ich anfangen wollte: Darhamsala. bzw in der Stadt darueber, wo alles Tibet ist, denn hier wohnt der Dalai Lama. Von den Aufstaenden drueben habe ich gerade erst gehoert und sehe nun draussen die Moenche sitzen mit der Flagge. Auf ihrer Stirn "free Tibet" geschrieben. Indien ist nicht nur voll von verschiedenen Religionen (hier sind auch viele Israelis, die fed up with military sind) sondern auch Kulturen - ja sogar sprachen. Hier gilt mein Hindi nix mehr. Als ich mit dem Zug aus Rajastan fuhr, ging die Sonne noch in der Wueste unter, mein Fuss tat weh, weil ich so unforsichtig schnell durch die Duenen gerannt bin und da Kakteen und alles war. Und dann wach ich auf und bin am Fuss des Himalaya. Ausversehen kam ich nicht sehr tief in die Berge, weil ich den falschen Bus genommen hab in Shimla, aber ich war ja auch net weit in der Wueste und so passt es ganz gut. Meine Tour ist eigentlich eh viel zu durch. Jetzt bin ich mit Ravi dem Touristenfuehrer unterwegs, der immer wieder lacht, wie ungeplant ich hier rumreis. Dafuer lern ich von ihm aber auch sanskrit und eine Menge ueber die Dinge hier im Land, dass ich sie besser versteh... Aber jetzt ist mein Geld alle und reicht net mal mehr fuer ien ordentliches Bloggeschreibe. Bald bin ich wieder in Lahore, trinke vielleicht noch einen Tee in Roshni und dann ist alles gut :)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-6382454436569530462?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/6382454436569530462/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=6382454436569530462' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6382454436569530462'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6382454436569530462'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/03/jetzt-am-ende-der-reise-bin-ich-dort-wo.html' title=''/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-4205002431558431538</id><published>2008-03-14T01:34:00.000-07:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.452-07:00</updated><title type='text'>Varanasi</title><content type='html'>Und schon bin ich da: bunte Saris, Drachen ueber dem Ganges, langsam vorbeiziehende Hippies und blumenverkaufende Kinder - es ist wieder, wie man sich Indien vorstellt. Da ich nun wirklich mitten im Land bin, komm ich mir schon so wie ein Sightseer vor und wuensche mir manchmal einfach in Ruhe bei einer Familie zum Chae eingeladen zu sein, statt von einem Shop in den naechsten gerufen zu werden "Madam, you like? very cheap prize, I love the people, you know.." Dann lasse ich mir eben vom Seidenhaendler einen Tee geben und die uebliche Pakistan-Befragung kann auch hier stattfinden und interessant sein. Vor allem dann, wenn sich die Security-dienste um uns schaaren, die Wachmaenner und Keksverkaeufer um mein "Pakistani log bahaat acca haen!" zu hoeren und zuzustimmen oder eben auch nicht (denn das heisst Pakistanis sind gute Leute). Aber die meisten von ihnen haben wiklich keine Idee vom Leben in Pakistan und denken nur an Terror und Crime, wenn wir darueber reden. Das ist noch ein Haufen Arbeit...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-4205002431558431538?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/4205002431558431538/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=4205002431558431538' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4205002431558431538'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4205002431558431538'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/03/varanasi.html' title='Varanasi'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-3983914531455184717</id><published>2008-03-07T03:45:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.459-07:00</updated><title type='text'>Same same but different</title><content type='html'>Mir gehts wieder prima. Leider bleibt kaum Zeit und Moeglichkeit fuer Internet/Telephon schon gar nicht, da ich grad mit Medizinstudenten der IPPNW unterwegs bin, den Atomkrieg zu verhindern. Jetzt beginnt der Kongress in Delhi und wenn ich nicht immer so muede waer, waere alles superinteressant (vielleicht doch ein Medizinstudium, Maria?). Beim Botschaftsspiel war ich diesmal nicht so gut, aber ich denke, es klappt. Wenn ich das habe, gehe ich wahrescheinlich nach Rajastan in die Wueste, wo uns einer Kamele organisiert - oder doch in den Norden? Am 22 ist hier das Farbenfestival, danach geh ich wieder ueber die Wagah Border und bin noch ein bisschen in Lahore, weil das ja doch meine Heimat geworden ist! Hier vertrete ich Pakistan mit Shalwar kameez und Hindi, was eigentlich Urdu ist (aber das darf man nicht laut sagen) und versuche die Pak-Indien Beziehungen zu verstehen. Eine Studentin meinte schon, die Pakistanis haetten kein gutes Herz, aber das halte ich fuer ein Geruecht...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mit Sophia ueber die Grenze lief (ganz schoen arg mit Stacheldraht und allem), hatten wir erstmal einen Kulturschock der anderen Art: nicht die Armut oder der Muell, was uns erschrocken haette, sondern die ganze Multikultur, Auslaender in Miniroecken, dass ich gedacht habe "koennen die sich nicht richtig anziehen?". So schnell gewoehnt man sich eben an einen Zustand. Als ich die erste Frau mit Roller gesehen habe, war ich richtig froehlich und musste gleich sagen "guck mal, guck mal Sophia, da faehrt eine selbst!!" Da lachte sie nur und meinte "sag diesen Satz mal in Deutschland, Maria!"&lt;br /&gt;So und Jetzt muss ich wieder zum naechsten Workshop, weil ich ja doch nichts verpassen will. Namaste ji (allah gilt hier ja nicht)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-3983914531455184717?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/3983914531455184717/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=3983914531455184717' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3983914531455184717'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3983914531455184717'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/03/aus-dem-land-der-milden-zwiebeln.html' title='Same same but different'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-1924209008479424429</id><published>2008-03-01T10:24:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.453-07:00</updated><title type='text'>Allah hafiz</title><content type='html'>Das Leben in Roshni hat sich, bis auf die Tatsache, dass die Jungs nun mit uns an einem Tisch essen, warhscheinlich kaum geändert in den letzten fünf Monaten – aber meine Wahrnehmung davon.&lt;br /&gt;Abschied ist etwas komisches und dauernd kommen einem Gedanken, die man für wichtig hält. Dann wieder gemischte Gefühle, geschüttelt, nicht gerührt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerührt bin ich, als das Puppenspiel in der Schule fertig ist, die Schüler alle hochgucken und warten, was nun passiert, und da ich keine großen Worte mehr zu sagen hab und meine drei Urdu Sätze schon raus sind, sag ich „I am a little Teapott“, was mein absolutes Lieblingslied mit der 2. Klasse war. Und dann stehen sie alle auf, wie im Club der Toten Dichter und singen es noch einmal. Bei „lift me up and pour me out“ machen sich die Kinder ganz krumm und kichern (denn dann wird der Tee ausgeschenkt). Die Muffins sind verteilt, die in aller Eile gebastelten Papiergeschenke der Schüler in meinem Rucksack verstaut, die Puppen sind von der Bühne. Dass es so ein runder Abschied wird, hatte ich Anfang der Woche nicht geglaubt. Weniger noch vor zwei Monaten, als ich mir dachte, ich werd einfach irgendwann gehen. Und jetzt umarmen mich alle Kinder, sagen geh nicht, teacher und ich versinke in einem Meer von Armen und Händchen, schließlich auch Küsschen ins Gesicht und kann gar nichts mehr tun. Geht jetz! Bas, weg mit euch. Ich schiebe sie zur Türe raus, drück mich schnell in den Bus und winke nach hinten. Die Kinder rennen in alle Richtungen über die staubigen Straßen jeweils in ihr Dorf, lachen und winken dabei, bis ich wieder in Roshni bin, wo der Abschied von den Betreuten schon wartet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-1924209008479424429?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/1924209008479424429/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=1924209008479424429' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/1924209008479424429'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/1924209008479424429'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/03/allah-hafiz.html' title='Allah hafiz'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-9165534904167283382</id><published>2008-02-28T05:07:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.456-07:00</updated><title type='text'>Pakistan tanzt doch...</title><content type='html'>...wenn man den Stimmen der wenigen glauben darf, die plitisch angagiert sind. Da haben nun alle große Hoffnungen für das Land, welches - laut ihnen - wegen Musharraf seit sieben Jahren den Bach runter geht. Daran liegt es auch, dass nicht alle Pakistanis gute Menschen sind und manche ihre Frau mit Kindern sitzenlassen um auszuwandern, erklärt mir unser Bäcker, dessen Familie ich gestern besuchen durfte. Islamabad 2. Teil: Diesmal sehr viel erfahrungsreicher, da ohne Hotel und M2 (Motorway), sondern bei einer eher armen pakistanischen Familie zu Gast und auf dem Rückweg durch die Berge mit dem Local Van. Den Dubatta geschickt gewickelt, dass man nur die Augenpartie sieht und auf den ersten Blick nicht, dass ich Ausländer bin. Der Fahrer hat gemeint, ich sei aus Afgahnistan. Zum Glück konnten hier alle kein Englisch, so habe ich auch erfahren, wie schnell man eine Sprache lernen kann, wenn man keine andere Möglichkeit hat, mit den Menschen zu kommunizieren. Nur hats nicht gereicht, um auszudrücken, wie ergriffen ich war von der Herzlichkeit und Freude, mit der ich überall begrüßt wurde, wo mich A. B., "mera barra bhai jaan" (mein großer Bruder) und seine Schwägerin Schakila mit ihrer Lebensgeschichte hingebracht haben. Ich glaube am Ende haben sie mir geglaubt, dass ich das einfache Leben mag und dass es mir nichts ausmacht, dass sie mir kein Bett bieten können und kein großes Auto. Wenn mich doch die kleine Klapperkiste an Orte bringen kann, die von Mercedesfahrern noch nie gesehen wurden... Islamabad von oben, Verwandtschaft in der "rural area", ein Chae nach dem anderen und bei den Nachbarn nochmal Rotis essen, dann das Hospital, in dem sie 12 Stunden am Tag 7 Tage die Woche arbeitet, jedem Mitarbeiter vorgestellt, ein Gebet aufgesagt (ja, mein Gast ist dabei Moslem zu werden), Hände geschüttelt und manchmal auch nicht, Segen bekommen und wenig Zeit, dem gerecht zu werden. Ich muss doch vor Sonnenuntergang in Lahore sein! da hab ich mich schlecht gefühlt - nicht, weil ichs nicht mehr geschafft hab, die rote Moschee anzuschauen, sondern weil ich zu hektisch war im Kopf, mir die Menschen richtig anzuschauen und das ham sie gemerkt. Dabei war ich lange nach der Sonne dann endlich in Lahore - was gar nicht so lustig war, weil hier gerade ein Festival ist und die Leute dementsprechend verrückt auf der Straße rumtanzen, trommeln, an Rickschas rütteln und durchnanderrufen, dass man nicht mehr weiß, was sie meinen. Frauen sieht man um diese Zeit auch keine mehr. Vor allem in der Altstadt nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann war ich plötzlich wieder in Roshni. Es lief alles so, wie der Plan, den ich nach Deutscher Manier in meinem Kopf gemacht hatte und sogar die Botschafter haben mitgespielt. Erst etwas wiederwillig, aber als ich dann sagte, ich bin nur heute hier und in meinem Blick die ganze Schwierigkeit lag, die damit verbunden war, noch einmal selbst nach Islamabad zu kommen, wurden mir die Pässe schließlich ausgehändigt. Und jetzt stehen Indiens Türen offen. Über die Wagah Border werde ich am Sonntag nach Amritsar gehen um von dort mit einigen Medizinstudenten einen "Marsch" nach Delhi zu machen, wasimmer das heißen mag. Sobald ich dort das Botschaftsspiel wieder gewonnen habe, gehe ich in die Berge zu den Menschen, die keine großen Autos haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A. B.s Familie wollte mich am Ende gar nicht gehen lassen. Meine Schüler lassen mich nicht und in Roshni ist es jetzt auch am allerschönsten. Das ist gemein, aber das gehört dazu. So viele Orte und Menschen hier, mit denen man am liebsten mal eine unbeschränkte Zeit verbringen würde. Aber wahrscheinlich ist das genau richtig so!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-9165534904167283382?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/9165534904167283382/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=9165534904167283382' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/9165534904167283382'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/9165534904167283382'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/02/pakistan-tanzt-doch.html' title='Pakistan tanzt doch...'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-8085838752098782712</id><published>2008-02-23T05:36:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.459-07:00</updated><title type='text'>Jumerat rathko (Donnerstagabend)</title><content type='html'>„Now You have fullfilled your task in Lahore!“, sagt Sahid und hat recht: was Lahore betrifft kann ich heute ein Häckchen machen. Jeden Donnerstag versammeln sich hier die Menschen, will sagen Männer an den „Sufi Shreins“ und tormmeln und rauchen und schütteln die Köpfe bis zum Morgengrauen (es heißt zu dieser Zeit tanzen sogar einige). Dann ziehen sie mit bunt geschmückten Eselskarren wieder raus aus der Stadt hin zu ihren Feldern, wo sie Orangen und Grüne Sachen aufladen, was vielleicht manchmal Spinat ist oder so, um diese am Tag mit lauten Stimmen wieder zu verkaufen. Und dann sind die Karren so überladen, dass mir die Esel leid tun, wenn sie auf meinem Weg zur Schule vorbeischlurfen, immer wieder geschlagen von kleinen Jungs mit Stöcken und rauhen Rufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, aber für seine wöchentlichen Drumfestivals ist Lahore berühmt. Und ich machte mir schon Sorgen, dass ich hier war und doch nicht dort sein konnte in meiner ganzen Zeit. Dann sind wir also alle ins Auto gestiegen und hin zur Sher Janan Mosqe, was eigentlich einige Gräber sind, aber davon war nichts mehr zu sehen, so eng standen und saßen sie. Immerhin muss man noch die Schuhe ausziehen, wenn man auf einem Grab sitzt (und Gulzar der Fahrer weist mich gleich zurecht). Zwischen den ganzen Männern sind wir nicht nur die einzigen Weißen (Gora Gora), sondern auch die einzigen Frauen. Nach einer Weile Trommenlmusik sehe ich erst die Einheimischen Frauen, die zusammen hinter einem Gitter sitzen. Aber wir sind angreze, wir können hier bleiben - zum Preis von etlichen Blicken, Köpfedrehen bis hin zum Handykamera zücken und schließlich wieder das alte Lied „Where are you from?“. Mae eek pattan (die etwas helleren Pakistanis aus den Bergen) hun. Nei, ham pardese (Ausländer) nei hae! Auf Urdu irgendeinen Quatsch erzählen ist am lustigsten. Mit Gärtnern und Fahrern reden wir nur lachenden Unsinn. Aber das sollen wir eigentlich nicht, weil diese Leute ja kein guter Umgang sind. Ich hab schon lang kein Fußball mehr gespielt. Aber jetzt kommt ein Altsaxophon zu den beiden Trommlern und fängt ganz melancholisch an zu spielen. Die Leute rufen und singen immer wieder und nach dem traurigen Sax stellt sich einer hin und singt. Die meisten kennen seine Lieder und summen mit. Schade, ich nicht. Wenn ich nur ein bisschen grins oder so mit dem Kopf hin und her geh, gehen die Blicke wieder zu uns und wundern sich. Guck mal, sie kann lachen. Sie sagt Acca und Thike. Where are you from? Aber wir haben ja unseren Fahrer und Sahid und Jabba mit und so sind wir auch vor sämtlichen Ansprechungen sicher – bis auf einen Belgier, der froh ist Ausländer zu treffen (guck mal, die Frauen geben ihm die Hand! Ja, das macht man glaub so in Europa…). Und überall riecht es nach Gras. In der Menge tauchen immer wieder Hände auf, die fünf Tütchen auf einmal halten. Wahrscheinlich liegt die Tanzerei im Morgegrauen dann auch eher daran. Aber wir bleiben nicht so lang und wir bleiben bei Zigaretten. Morgen ist Schule, ich hab erlebt, was ich sehen musste und Lahore ist für mich mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das schöne daran, wenn man sich nicht so viel frei (nicht so viel frei?) bewegen kann in einem Gebiet ist, dass alles was man dort tut, ganz wertvoll wird. Oder zumindest seht besonders Jetzt müsste ich eigentlich vom Dienstag erzählen, als ich mit Matze in die Moschee gegangen bin und wir den das Mittagsgebet sehen konnten (mitmachen ging natürlich nicht). Wenn Du erlebst, wie viele Menschen so gemeinsam beten (jeden Tag und manche fünf mal) und dir denkst, was sie dabei verbindet und für was jeder einzelne beten mag (es ist bestimmt etwas gutes), dann verändert sich sich auch gleich das trockene Bild von Religion, das du dir zuvor aus Gesprächen und Schlagzeilen und „Islam verstehen“-Büchern gemacht hast.&lt;br /&gt;Noch einmal können wir die Gastfreundschaft, das Interesse und die Herzlichkeit einer pakistanischen Familie erleben, als uns der Moscheeaufseher zum Essen bei sich einläd. Ich rede zunächst mit Tochter und Frau und sie will mir gleich zeigen, wie man Dal (Linsen, die es immer zu den Rotis gibt) kocht, während Matze sich mit den Jungs über Politik und Kultur unterhält. Da hab will ich dann doch zuhören und weil ich denke, sie sind eine modernere Familie, sag ich sogar was zu dem Männergespräch. Da sind sie aber doch zu sehr verwundert und so wende ich mich wieder dem Dal zu, gesellschaftskonform sozusagen (das hab ich hier erst gelernt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pakistan tanzt, heißt es in Deutschland, wegen der Wahlergebnisse. Ich hab jedenfalls noch keinen tanzen gesehen (heute sind wir ja auch zu früh nachhause), es ist ähnlich wie am 27 Dez oder bei dem Attentat am Anarkali Bazar. Die (in diesem Fall positive) Nachricht kommt an und das Leben geht weiter. Keine Euphorie. Aber froh sind sie doch, dass die Wahlen so verlaufen sind und dass es nicht noch mehr „Trouble“ geben muss.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-8085838752098782712?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/8085838752098782712/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=8085838752098782712' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/8085838752098782712'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/8085838752098782712'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/02/jumerat-rathko-donnerstagabend.html' title='Jumerat rathko (Donnerstagabend)'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-5834067905402082954</id><published>2008-02-18T06:33:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.457-07:00</updated><title type='text'>wieder die Altstadt</title><content type='html'>Freitags sind wir wie üblich beim Filmabend des Punjabclub mit anschließender Übernachtung bei Lukas (dem österreichischen Volu beim Kulturveranstalter Dankar). Das war nun zwar erst das 3. Mal, aber dafür auch in Folge und so darf ich schon von einer Regelmäßigkeit sprechen – vor allem wenn man bedenkt, dass wir in Pakistan sind. Das geht dann so, dass wir uns zu viert in Assalams klappriges Auto drücken, in Defence aussteigen um uns eine Rickscha anzuhalten, die erstmal auf 120 Rupies (etwa 1,3 euro) runtergehandelt wird (Do sao! Eek sao, bas! Eek sao paccas Usw usf) und dann wird losgerattert. Am Burkatmarket wird ausgestiegen, Samir hat die Tür in der Hand und gibt sie dem Fahrer. Ein anderer zahlt. 100 Rupies sind inzwischen richtig viel Geld! Wir holen uns eben noch ein viel zu süßes Fruitshake und einige geröstete Kichererbsen oder Maiskörner, um diese während dem Film zu knuspern. Mit dem Aschegeschmack vom Warmmachen und den Pakistanischen Gewürzen ist das mehr als eine Alternative zum Popcorn der Kinos daheim. Die Filme sind gut, das merke ich daran, dass ich richtig drinn bin und würde nicht draußen die Moschee beten oder vor dem Fenster eine Ansammlung von Menschen sein, die für die Fahrradpartei (Musharraf) demonstrieren und unter „Insh Allah“ Rufen ein Feuerwerk veranstalten als gäbe es eine Hochzeit, dann hätte ich fast vergessen, dass ich in Pakistan bin. Es folgt ein Gespräch mit dem Filmvorführer (der das ehrenamtlich macht) über Kultur in Pakistan, über den Lehrberuf und schließlich wieder über Politik, was mir ganz gelegen kommt. Ein paar Dinge habe ich nun schon verstanden: Trotzdem kaum einer wählen geht, bleibt es spannend. Wenn nämlich die Fahrradanhänger die Wahlen gewinnen, so müsste es Aufstände im ganzen Land geben, weil hinter Musharraf nicht mehr als 20 % der Leute steht. Benazirs Partei (mit dem Tieger) hat dafür 60 oder manche sagen auch 80% hinter sich und so wäre alles andere Manipulation der Wahlen, was zu erwarten ist. Am ärgsten ist aber noch die Propaganda: riesige ernste Männergesichter mittleren Alters schauen von den vielen grünen Plakaten zu einem her, dass man den Blicken gar nicht mehr ausweichen und sich höchstens noch an den lustigen weißen Zeichen der Parteien freuen kann. Wenn das Geld mal in die Bildung fließen würde… Da bin ich schon wieder beim Lehrersein und erzähle dem Filmzeiger von denen, die während dem Unterricht ihr Motorrad putzen. Yeah, thats pretty often the case, meint er und Anum sagt später noch: being a teacher is for most of them only a matter of killing time in Pakistan and für some women it’s the only possibility to be outside the house. Das erklärt mir einiges.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Besuch beim Chan-bhai wird heute ausgelassen, da es schon spat ist und wir morgen früh in die Altstadt wollen. Im Motorrad-Rickscha Corso geht es quer durchs nächtliche Lahore. Ich wunder mich, wie Lukas sich hier zurrecht findet und wickel den Schal enger, sodass ich nur an roten Ampeln von einzelnen als Ausländer registriert werden kann. Den Dumatta (Kopftuch) mag ich inzwischen wirklich – wie so viele Dinge, die ich Anfangs für nichts als unpraktisch hielt.&lt;br /&gt;Um halb sieben machen Helen und ich Cae um die Jungs zum Aufstehen zu bewegen. Die Sonne ist schon aufgeganngen, sagt mir eine Frau vor unserem Haus, zeigt dabei aber irgendwie nach Westen. Die Straßen füllen sich schon von Eselskarren mit Krotten und Limonen und viel zu vollgeladenen Trucks, die Zement oder Steine bringen. Vereinzelt sieht man einen Achsenbruch und die Ladung verteilt sich schön auf der Straße, dass das Rickscha-Fußgänger Chaos sich steigern kann. Da musst Du eben früher aufstehen, Maria, denk ich mir auf dem Weg in die Altstadt – immerhin ist es noch etwas neblig und die Sonnenstrahlen fallen ganz lang auf die staubige Straße. In der großen Moschee ist der Morgen am schönsten zu spüren. Hier finden wir völlige Ruhe zwischen den riesig wirkenden Kuppeln und dem kalten Steinboden (Die Schuhe werden natürlich vorher ausgezogen). Außerdem sind die Gebetsteppiche leer, sodass ich mich hinknien und 2 rakaat beten kann, wie ich es in Roshni gelernt habe. Sub han Allah, Ala hu akbar, Alham dulila. Und fühle mich fast religiös, weil ich nur gute Gedanken dabei habe. Aber was man Religös nennt ist eine andere Geschichte. Außerdem haben wir Hunger. Vor der Moschee treffen wir den Touristenführer Assif, einer von Lukas zahlreichen Freunden in der Stadt. Er bringt uns zu dem leckersten Naan ever eaten mit knochenlosem Fleisch und würzigem Dal. Dann kommt Frittiertes mit süßem Halva. Den zweiten Cae haben wir auch schon hinter uns. Pappsatt und mit vielen neuen Geschichten von Assif, der etwa 22 Sprachen kann (gelernt von Touristen, die es hier vor 9/11 noch gegeben haben soll), wie er sagt, gehen Matze, Helen, Samir und ich nun auf eigene Faust in die Altstadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wiedereinmal bin ich von den Sinneseindrücken völlig weg (will eigentlich sagen geflasht). Außerdem muss ich fast nicht mehr unsicher sein, wo und wie ich gehen kann. Ich verstehe nun, was die Leute hinter mir sagen und wunder mich nicht mehr über ihre Reaktionen. Ich erschrecke nicht, wenn die Vorbeigeher von „welcome in Pakistan“ bis „I love u“ alles rüberwerfen, was sie an Englisch gelernt haben. Vorbei an den vielen How are you’s geht es in die Papierstraße, wo ich hinter den Eisentüren kleine Kinder sitzen sehe, die unsere Schulhefte falten und nähen. Ich habe noch den Maschienenölgeschmack vom Zuckerrohrsaft im Hals, den ich voher so unvorsichtig genossen habe. Kinderarbeit, oder? Die einen stellen sie her, die andern benutzen sie. Matze und ich gucken uns an. In der nächsten Stoffstraße geht unser Einkauf los. Was ich Euch alles gerne mitbringen würde! Dann sind wir auch schon wieder in einer der breiteren Essenstraßen (breit heißt, dass zwei Rickschen aneinander vorbeikönnen), in der es wieder überall nach runterhängendem Fleisch riecht. Wir fragen uns durch zum Anarkali Bazar (einer der ältesten Märkte Lahores) und ich bin schon wieder stolz auf mein Urdu (und gleichzeitig unstolz, weil ich denken muss, wie ich sprechen könnte, wenn ich mich mal regelmäßig drangesetzt hätte). Hier finde ich ein echtes Schreibwahrengeschäft, mit Dingen, die man auch im Alltag verwenden kann. Aber eigentlich habe ich den ganzen Kitsch, die Armreifen (Bangels), die gllitterstickereien und Plastikkörbe inzwischen richtig lieb gewonnen. Das ist eben auch Teil der Kultur.&lt;br /&gt;Dann ein schönes Umtauscherlebnis: Ich finde denselben Schal wie eben gekauft, nur an den Enden versorgt. Samir nimmt mich zum alten Geschäft zurück, spricht mit ihnen und ich habe meine 200 Rupies wieder in der Hand. Als ich mit I’m sorry und so anfangen will, winken sie ab und sagen, ist doch selbstverständlich. Samir und ich spielen einen Rücktausch in Deutschland durch (Nein, Frau Tacker, da muss ich erstmal meinen Abteilungsleiter suchen – wieso wollen sie diesen Artickel denn zurückgeben?). Das ist lustig. Wieviel Zeit vergangen sein mag, seit wir in das Altstadtmärchen mit seinen vielen Händlern und Farben, Gewürzen und Rufen, Gerüchen und fremden Blicken eingetaucht sind? Als wir mit Assalam-bhai, einem Auto voller Sachen und einer Maria voller Bilder wieder nach Roshni kommen, denk ich mir schon extrem lange nicht mehr hier gewesen zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem wird es hier schon Sommer und ich gehe wieder Barfuß!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-5834067905402082954?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/5834067905402082954/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=5834067905402082954' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/5834067905402082954'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/5834067905402082954'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/02/ich-bin-ja-so-wortschpferisch.html' title='wieder die Altstadt'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-3501185381489498635</id><published>2008-02-15T01:07:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.462-07:00</updated><title type='text'>Das lustige Botschaftsspiel</title><content type='html'>Wieviele Tage sind schon wieder vergangen? Wochen? Entschuldige, dass ich so wenig schreibe – das bedeutet nur, dass die Zeit intensiver wird, dass ich nun alles auf einmal wahrnehmen will und nichts davon runterschreiben kann in klaren Sätzen. Ich weiß, dass ich schon dabei bin, mich zu verabschieden von diesem Ort – obwohl es noch zwei Wochen sind (aber wir wissen nun ja auch, was zwei Wochen sind!). Das merke ich daran, dass mir auf einmal alles unheimlich wertvoll wird, dass ich Ideen hab, was ich noch alles in den Unterricht bringen könnte, dass ich mir denke „wieso eigentlich gehen?“. Aber ich erinner mich auch gut an meine Zweiflerzeiten und wie ich mich für Indien entschieden habe. Außerdem habe ich mal gehört, wenn man einen Entschluss gefasst macht man das auch so (hä?).&lt;br /&gt;Das letzte Mal, als ich wieder dachte, das geht doch alles gar nicht, war am Dienstag, als ich in Islamabad vor der Indischen Botschaft stand mit der Botschaft, dass mein Pass nicht mehr reicht (Haltbarkeitsdatumstechnisch) für das Visum. Aber das schöne am Leben ist ja, dass die Wege, die zu gehen sind, meist ganz offensichtlich da liegen und man sich nur noch dafür entscheiden muss. Ich verstaute also meinen gesunkenen Mut in der guten Chwarcamistasche und machte einen langen Spaziergang bei Vogelgezwitscher und Sonnenschein (übrigens mein erster echter Spaziergang seit über vier Monaten, wie meine Beine später meldeten) durch das Botschaftsviertel zu den Deutschen. Mit meinem Urdu hatte ich es relativ leicht bei den Beamten, weil sie gleich begeistert waren, dass ich sie in ihrer Sprache anspreche (später merkte ich, dass sie froh waren, dass ich sie überhaupt anspreche und hatte es gar nicht mehr so leicht, weil sie dann - um länger mit mir zu schwätzen - meinten, ich könne hier nicht durch) und so war eigentlich jede Sicherheitskontrolle eine lustige Begegnung. Als ich die Tür zur Visaabteilung der Deutschen Botschaft öffnete, wurde aller Sinkemut von einer enormen Heimatswelle überspült. Ich wusste ja gar nicht, wie Deutsch ich im Grunde bin. Oder um es anders zu nennen, Wie sehr das Land, in dem ich aufgewachsen, eigentlich auch meine Familie ist. Natürlich hatte ich die Botschafterinnen und Botschafter zuvor noch nie gesehen, doch ich kannte ihre Sprache, ihre Gestik, ihre Reaktion, ihre Denkweise. Und weil mir das alles so sehr vertraut vorkam, und die Frage groß war, was ich denn hier ganz alleine täte, wurde ich richtig fröhlich. Am Abend ging ich mit einer Tasche voller Pässe aus dem Botschaftsviertel um einen davon, der bis nächstes Jahr noch hält, am nächsten Morgen den Indern zu geben. Ich kam mir vor, wie in einem dieser Spiele, wo es immer bestimmte Dinge erledigen muss, um vor der nächsten Aufgabe zu stehen. Auf diese Weise bekam ich nicht viel von Islamabad zu sehen, aber ich denke mir, es ist eben auch eine Stadt. Im Unterschied zu Lahore ist die Luft sehr viel besser, man sieht um sich herum die Vorläufer des Himalayagebirge (ist das richtig?), ein wenig mehr Ausländer (das mag an den Botschaften liegen) und etwas weniger Frauen auf den Straßen. Das Essen ist scharf und fett wie immer und die Gastfreundschaft nimmt gegen Norden sogar noch zu, sagt man sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am ärgsten ist für mich wahrschienlich der Abschied von der Schule. Es ist so merkwürdig, weil ich das Gefühl habe, dass meine Umgebung, die Lehrer, die Sprache, die Mentalität, sogar die Religion, die von der Gesellschaft zum Moralrohrtstock geflochten wurde (geht das?), das „thike“ sagen und das Willenzurückschrauben, die Fröhlichkeit („why do you worry, Maria, there is nothing to worry about!“) und Herzlichkeit Teil von mir geworden sind. Inzwischen bin ich jedes meiner Kinder, bin Muqqadaz, die immer nur grinst und Sajid, der weint damit man nach ihm schaut, bin Shehbaz, der schon auf Englisch fluchen kann und Ehsan, der alles versteht aber lieber Blödsinn macht als mit. Vielleicht sollte ich eher sagen, ich find mich in jedem von ihnen wieder. Und schließlich denke ich sogar, ich möchte doch Lehrer werden, weil es so schön ist. Dann habe ich aber die Momente vergessen, als ich vor der Klasse stand und merken musste, dass niemand aufgepasst hat in den letzten fünf Minuten. Als ich innerlich die Wände hochging, weil man es ja doch persönlich nimmt, wenn einem nicht zugehört wird. Und dann von “Teacher Pencil!” zu “Teacher raise” (Eraser!! There is no raise, only the Sun raises) zu „Teacher likliah” (I have finished) bis der Kopf wehtut. Schließlich muss ich mir dann sagen, dass die Kinder ja nicht aus bösem Willen ständing durchnanderrufen und rumblödeln, sich hauen und Aufmerksamkeit wollen. Und dann hatte ich es auch schwer, zwischen Unterricht und chuti (off) zu trennen und die Kleinen liefen in manchen Stunden genauso zu mir um mich zu knuddeln, wie heute morgen vor der Schule. Da hatten sie irgendwie erfahren, dass ich nach Indien gehen werde, hingen an meinen Kleidern (dazu eignet sich Chewarcamis übrigens prima, sehr zu empfehlen!) und jammerten „nei jane, nei jane“ (geh nicht, geh nicht!). Und nun fragen sie mich jeden Tag, wann ich denn gehe und warum ich denn gehe. Was soll man denn da sagen? Noch besser ist es bei den Erwachsenen, die mit vorwurfsvoller Miene fragen, ob ich ihr Land denn nicht mag und wenn ich ihnen dann mit tiefer Verbeugung sage Pakistan sei wunderbar, dann sagen sie gut, wieso bleibst Du nicht hier, heiratest, kaufst Dir ein paar Büffel und lebst mit uns? Und das meinen sie auch so. Ich sage, ich muss erst noch studieren und viel lernen. Aber dann kommst Du doch wieder, oder? Ja, vielleicht, es ist halt auch ein bisschen weit von Deutschland nach hier! Ja? Wie weit denn? So weit eben, dass man nicht wissen kann, ob man diese Reise noch einmal macht. Dass ich auch gerne noch andere Länder dieser Erde sehen würde, wenn es mir möglich ist zu reisen, sage ich in dieser Unterhaltung besser nicht, denn mir geht es ja gut in Pakistan, wieso sollte ich woanders leben wollen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe gehört, dass eure Schlagzeilen sich gerade ausgeschlagen haben, über dieses Land. Ich weiß auch nicht, ob es in der Politik oder bei den Leuten zur Zeit viel Veränderung gibt. Am Montag und Dienstag ist chuti wegen Wahlen aber ich habe noch niemanden getroffen, der hingeht - und ich frage beinahe jeden!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-3501185381489498635?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/3501185381489498635/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=3501185381489498635' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3501185381489498635'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3501185381489498635'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/02/das-lustige-botschaftsspiel.html' title='Das lustige Botschaftsspiel'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-8974789110870371559</id><published>2008-02-02T13:17:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.452-07:00</updated><title type='text'>Nur zu Besuch</title><content type='html'>Vielleicht etwas spaet zum Schreiben, aber was soll man machen um die Zeit in Lahore? Und dann ist es ja auch so, dass es sich am besten schreibt, wenn einem danach ist. Steht da unten eigentlich, dass ich net mehr schreiben koennte? Na gut. Es was also so, dass ich letztes We bei Simi der Viertklasslehrerin zu Besuch und von der Gastfreundschaft dieser Familie wieder so verwirrt war, dass ich schon saemtliche Saetze fuer den Blog ausformuliert hatte in meinem Kopf - dann aber unter der Woche wieder so sehr beschaeftigt war mit dem was man Alltag nennt dass nichts davon in die Tastatur gelangen konnte. Das mit den Photos muss auch noch nachgeholt werden! Da ich aber kein allzugrosser Fan von Nachholen in diesem Sinne bin, kommt was ich gestern und heute erlebe zuerst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind Mit Lukas, einem Volu aus Oesterreich (Mentalitaet ganz dementsprechend*) in Lahore unterwegs. Matze, Samir und ich, auf dem Motorrad sind das also vier. Oder zwei und die zwei andern in der Rikscha. So gehen wir seit Freitag von a nach b, schauen einen guten Film aus dem Iran, hoeren ein Sitar-Taba Konzert (traditionelle Musik) und im Anschluss ganz untraditionelle Musik an einem wiederanderen Ort, bis wir bei Hotel California sind und ich mit einem Cappuccino in der Hand (wer hat mir den eigentlich bestellt?) schon denke, das koennte auch Europa sein - oder Amerika oder woimmer.&lt;br /&gt;Woran ich dann merke, dass ich doch in Pakistan bin ist, dass ich beinahe die einzige Frau im Raum bin und entsprechend ueberraschte Blicke ernte. Das ist aber auch alles. Angesprochen werde ich kaum und das ist vielleicht ganz gut so - ich habe mein Bekanntschaftsinteresse hier etwas runtergeschraubt, weil es meistens doch nur darin endet, dass man erzaehlt, wies der Familie (die der andre ja gar net kennt) geht, dass ich nicht zu Wort komme, weil der/die Gegenueber so sicher im Reden ist, oder dass ich eh ich mich verseh irgendjemandes bester Freund bin, und dass ich mir ueberlegen muss, ob ich diese Unterhaltung ueberhaupt fuehren sollte oder lieber mich umdrehn zu meinen Jungs um deren Reden folgen und meine eigenen Gedanken zu machen... So geschieht es also, dass nicht nur jeder Deutsche, den ich hier treffe irgendwie familiaer wirkt, sondern auch jeder andere Auslaender. Mit dem Australier habe ich nur ein paar Worte wechseln muessen und schon gemerkt, wie anders sich das anfuehlt, weil er es gewohnt ist, mit Frauen, mit Reisenden, mit jedem eben zu reden. Zuhoeren. Aber darin kann ich mich ja nun ueben. Und dann (wenn man das kann) werden auch die Gespraeche mit den Einheimischen superinteressant. So waren wir gestern beim Chan-bhai (Talat Bilal Achmet Khan oder so mit ganzem Namen, aber jeder kennt ihn als den Mondbruder) zuhause und haben lange Saetze ueber Das Pakistanische Volk, seine Geschichte, die Gruende fuer den Hass auf bestimmte Gruppen usw usf gehoert, was ich hier nicht ausfuehren moechte, weil das spannende wieder nicht blogtauglich ist (wir koennen ja mal telephonieren). Aber das war wirklich jemand, der hier leibt und lebt. Chan-Bhai hat um die Ecke einen Laden und ist also einer der vielen Shopkeeper, die ich sonst im Vorbeifahren an der Strasse sitzen sehe und mich frage, was fuer ein Leben dahinter ist. Jetzt habe ich immerhin eine kleine Idee davon. Auch, weil ich lange mit seinen Frauen gequatscht habe. Nicht, dass er mehrere Frauen haette - das weiss ich nicht, aber wegen der Bharda (Abstand von den Maennern) waren Frau und Mutter und Oma und Tochter und Hausmaedchen und und und im hinteren Teil des Hauses versammelt, welchen unsre drei Jungs nun nicht betreten durften. Aber ich darf doch, oder? Ja, endlichmal was, was ich darf eben weil ich Frau bin! Und obwohl es wieder die anderen waren, die mich unterhalten haben (dabei bin ich glaube ich gar nicht redefaul oder so) und sich die Frauen ironischerweise noch bedankt haben, dass ich ihnen von meiner Kultur und meinem Leben so viel ins Haus gebracht habe (wo ich doch gar net dazu kam), war ich wirklich geruehrt und habe mich nach laengerhierbleiben gefuehlt - zumal die 18 Monate alte Tochter mich ganz strickt dazu angehalten hat (deutet auf den Stuhl, und sagt ich solle mich bitteschoen wieder setzen). Und dann das Hausmaedchen Muqqadaz vom Dorf, die den guten Tee gemacht hat und mit mir Tiddeli hun mae Tiddeli hun gesagt hat, was ein wirklich suesses Gedicht aus der Schule ist. Schliesslich hat sie mich umarmt (in der Kueche, wo es die anderen nicht gesehen haben), die alten Frauen haben mir ihren Segen gegeben Und die Jungs im Vorderzimmer mein Abendessen, Naan und Kabab was scharf aber echt gut ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun sind die Konzerte vorbei, wir sind bei einem eher reichen und gut englischsprechenden weilinUSAundAfrikaaufgewachsenen Freund von Lukas gelandet, haben heute wieder eine Menge verschiedener Caes getrunken und sind dementsprechend muede. Dabei glaube ich, es sind eher die Erlebnisse, dei Muede machen. Muede und wach. Und schreibfreudig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*bist Du hier eigentlich reise- oder krankenversichert oder so? - ja, ich hab da was, weiss aber nicht so genau wofuer, ist irgendwie Berufsrisiko!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-8974789110870371559?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/8974789110870371559/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=8974789110870371559' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/8974789110870371559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/8974789110870371559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/02/nur-zu-besuch.html' title='Nur zu Besuch'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-2114998157288190248</id><published>2008-01-26T22:30:00.001-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.450-07:00</updated><title type='text'>Bloggeschichten</title><content type='html'>Ich glaube, ich kann hier nicht mehr richtig schreiben! Von Pizzahüten und frechen Kindern vielleicht. Nicht aber von Pakistan, von Kultur, Religion, Gesellschaft (was für Schlagworte!), von meinen Gedanken, meinen Erfahrungen, meinen Gesprächen. Es ist doch zu arg für einen Blog (habe ich gestern Nacht auf dem Dach denken müssen) und wer mich kennt hat bemerkt, dass die letzten Einträge sehr gefiltert waren, um nach außen zu gelangen - dass ich nicht mehr wirklich ausmirrausschreibe. Bis auf Caspar wird kaum telephoniert und wenn, dann, weiß ich nicht was sagen, wie ich ein Bild vermitteln kann. Aber ich habe die meisten Bilder ja in mir (und manche auch in einer kleinen Digicam :)) und freue mich damit umso mehr auf die Begegnung mit Dir in Deutschland oder woauchimmer. Ich werde trotzdem weiterschreiben, Fotos laden, sagen wie und wo ich bin, aber das ist eben lange nicht alles...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-2114998157288190248?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/2114998157288190248/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=2114998157288190248' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/2114998157288190248'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/2114998157288190248'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/01/bloggeschichten.html' title='Bloggeschichten'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-6165118099465359359</id><published>2008-01-22T04:16:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.455-07:00</updated><title type='text'>Neues aus dem Pizzahut</title><content type='html'>Inzwischen kenne ich meine Westen – bzw. meine Chewarcamistasche weitaus besser als Lahore. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich sie selbstgemacht habe (und meine Schüler machen mich jeden Morgen darauf aufmerksam, wie ungewöhnlich eine weibliche Hosentasche ist „Teacher, Pocket, Pocket“). Wahrscheinlich ist es auch kein Ding der Unmöglichkeit, sich in dieser Stadt zurechtzufinden – nicht für einen der vielen Rikshafahrer, die uns immer übers Ohr ziehen mit dem Geld weil wir Ausländer sind. Aber für mich als (fremde) Frau scheint es hier doch keinen Zugang zu geben! Ich habe bisher weder einen klaren Stadtplan gesehen noch könnte ich sagen, in welcher Himmelsrichtung Roshni liegt. Da blutet meine Artabanseele schon ein bisschen! In die „lokal Vans“ steigt man ein und wieder aus und verlässt sich auf Nummern und Nachfragen und Frau sollte alleine besser gar nicht damit fahren. Und ich muss mich dann fragen, ob die Männer denn wirklich alle solche Schelme hier sind, dass sich keine Dame frei bewegen kann, oder ob die Familien das bloß nicht so wollen (und dann höre ich Sätze wie „wozu studieren, ich werde doch Heiraten und Kinder bekommen!“ willst Du das so? Darum geht es hier nicht!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass wir Deutschen es immer schwerer haben, am öffentlichen Leben teil zu nehmen, lässt sich natürlich auf die Situation im Land zurückführen, die immer was neues bereit hat, wenn gerade wieder ein Plan entstanden ist, wie wir etwas von Pakistan sehen könnten. Aber da man sagen kann, die Lage ist ernst (so steht es schließlich auch in den Medien), ist es wirklich vernünftiger, daheim zu bleiben (was sagt Tocotronic nochmal zur Vernunft?!).&lt;br /&gt;Angesichts des ganzen Attentatblödsinns kann ich es keinem der Menschen hier verdenken, wenn er ein riesen Misstrauen hat gegenüber allem was außerhalb seiner zehn Wände abläuft. Wählen geht deshalb auch keiner, mit dem ich bisher gesprochen hab. „There is no party worth to vote for“, sagen sie. Und schämen sich für ihr eigenes Volk…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider bekomme ich diese Gespräche hauptsächlich dadurch mit, dass ich eben doch ab und an mit anderen Leuten spreche - z.b. meine Freundin Anum in der Stadt besuche. Das war letztes Wochenende und was ich eigentlich schreiben wollte. Vom Pizzahut, dem einzigen Restaurant, in dem sie sich sicher fühlt mit mir, von Ihrer Radiosendungsschwester und der Kullum Kalli Show, in welcher ich 2 Stunden der tolle Deutsche Gast war und in welcher meine Lieblingsfrage immer wieder kam: „How do you feel in Pakistan?“. Vom Gol Gappey essen und Passfotos machen, von ihrem Mädchen College und wie am Abend alles wieder im Pizzahut endete, wo wir schließlich in Sicherheit waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das ist ja nun vorbei, eine weitere Schulwoche ist vergangen und die erste Klasse ist nach wie vor nicht unter Kontrolle ihrer neuen Lehrerin (Anum ist in die Stadt gezogen und kann nicht mehr unterrichten)t. Meine ganze Laune hängt davon ab, wie effektiv, wie ruhig der Unterricht war und meine freie Zeit verbringe ich mit Heftarbeit für die erste. Oder mit Gitarre und unseren Betreuten, für die Helen ja nicht allein die Verantwortung übernehmen soll. Außerdem bin ich jetzt die Ziegenmama und wannimmer etwas mit den kleinen „Lellys“ ist, holt mich der Nachtwächter (ein großer fast unheimlicher Patane mit einem Revolver) und sagt mir mit unserer Zeichensprache, was ich tun soll. Gestern wollte er, dass ich Feuer mach für das Neugeborene. Sag ich, er kann doch selber Feuer machen. Sagt er nein nein, dazu braucht es zwei Leute. Alles klar! Und als ich es zu seiner echten Mama bring um es trinken zu lassen, sag ich es braucht zwei Leuts, damit einer die Ziege festhalten kann. Sagt er nein, ich soll weggehen, dann kann der Fahrer sich drum kümmern. Ich bleibe, um zu sehen, wie es trinkt und mache wahrscheinlich wieder einen Kulturfehler mit diesen Leuten in einem Raum zu sein. Wie beim Fußball ohne Dubata. Aber ich möchte ja auch mitmachen bei dem Leben hier – das hab ich erst gestern wieder gemerkt, als wir zu Besuch bei der Familie eines anderen Fahrers auf dem Dorf waren. Da warn die Kinder barfuß und haben uns ihre Tiere gezeigt und wie üblich die ganze Familie. Da wurden die Rotis überm Feuer gebacken und auf dem Boden gegessen. Und bei jedem kleinsten Feuerdraußengeruch spielen sich in mir lauter 4 oder 5d Filme meiner Artabanfahrten ab - weißt Du, was ich mein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde nun Anfang März nach Indien gehen (wenn ich bis dahin, insh Allah, das Visum bekomme) um dort noch etwa drei Wochen reisen zu können – Eigenverantwortung und so. Das ist mit Sicherheit schade für meine Arbeit hier, aber es muss glaub so sein (diese Würfel sind schon seit einer Weile gefallen). Vielleicht kann ich von dort aus auch reflektieren, was ich hier gemacht habe und warum und wie und was es mit mir gemacht hat. Oder eben in Deutschland - hier gelingt es mir nicht ganz, mir auf die Finger zu schauen. Im Prinzip würde ich auch gerne festhalten, was ich alles gearbeitet habe mit den Schülern, Unterrichtsübergabe und Praktikumsbericht, aber diese Worte klingen hier merkwürdig fremd. Zu Deutsch vielleicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-6165118099465359359?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/6165118099465359359/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=6165118099465359359' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6165118099465359359'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6165118099465359359'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/01/neues-aus-dem-pizzahut.html' title='Neues aus dem Pizzahut'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-6155275912644916984</id><published>2008-01-10T02:41:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.458-07:00</updated><title type='text'>Und ständig betet der Lautsprecher</title><content type='html'>Das Allabendliche Brotpacken ist inzwischen richtig meditativ für mich. Ich bin dann noch mehr in Gedanken als sonst, trödel in meiner Vergangenheit umher und versuch mir ein Bild von meinem Leben zu machen (vielleicht find ich so ja raus, was es mit mir noch vorhat – oder ich mit ihm). Dann bin ich wieder hier, Tacker rechts, tacker links (und morgen führen wir nach Tatakedona, wenn nicht schon wieder...) und will die Gesellschaft begreifen mit all ihren Gründen für was sie tun und lassen. Warum die Frauen nichts machen können, ohne die Erlaubnis ihres Vaters, Mannes, Bruders oder sogar des Sohnes. Ob die Leute wirklich so stolz auf ihr Land sind wie es scheint, oder ob es nur so scheinen muss für uns Ausländer. Und dann immer wieder die Frage nach den Anschlägen. „Keine Sorge, hier geht nicht jeden Tag eine Bombe hoch“ hatte ich geschrieben (alte Bloggeschichten). Inzwischen kann ich mir dessen gar nicht mehr sicher sein. Vor wenigen Stunden hat es auch die ruhige Kulturmetropole Lahore erwischt – und mit ihr 20 Menschen, nicht ich, „andere“ eben. Keine Benazir, keine Namen. Vielleicht waren es auch mehr. Diesmal wird sich darüber unterhalten – schließlich war es in unserer Stadt. Ich würde immer noch sagen, macht euch keine Sorgen. Jedenfalls nicht um mich. Aber doch um die, die das Leben nehmen, nicht wissen was tun damit und schließlich es sich (und anderen) weg-nehmen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe gehört, dass die Gebete auf Arabisch sind. Dann bin ich zumindest nicht die Einzige, die nicht versteht, was da gesagt wird! Die Baustelle vor meinem Fenster ist eine Moschee geworden. Wir warten jetzt auf die Mikrophone (weil unsere Bitte, diese nicht anzubringen, vermutlich in den Wind oder in ein Lachen umgeschlagen wurde), während ich auf einen guten Nachrichtendienst warte, der mir sagen kann, wo wann was passiert ist und weshalb…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen unterrichte ich auch die erste Klasse in Englisch. So ist der Vormittag für mich recht rund geworden: Ein Satz ins Heft mit der 3. Klasse (11 h), mit der 2. ein Wort (12 h) und mit den Erstklässlern den nächste Buchstaben im ABC (12:45 h). Dann bis Schulschluss (13:30 h) wie auch im Hautunterricht Schönschreiben mit den "weaker students", Khana kane, Leben mit den Betreuten, Homelessons, Fußball (jetzt sogar schon Volleyball), Khana kane - im rotibacken mache ich mich auch schon ganz gut - und der Abend wird schließlich den Broten gewidmet...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-6155275912644916984?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/6155275912644916984/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=6155275912644916984' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6155275912644916984'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6155275912644916984'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/01/und-stndig-betet-der-lautsprecher.html' title='Und ständig betet der Lautsprecher'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-2610807611284313171</id><published>2008-01-05T03:51:00.001-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.454-07:00</updated><title type='text'>Wissenslücken</title><content type='html'>Die Schule hat wieder begonnen und wird einfach immer besser. Nicht, dass die Kinder ruhiger würden, aber ich werde es. Dabei werfe ich ab und an einige Wörter Urdu in die Klasse und die Sicherheit, dass ich nicht so sehr ankämpfen muss gegen alle Zurückhaltung, die Man uns Frauen hier lehrt. Trotzdem ein bisschen traurig, wenn Verantwortung und Initiative kleingeschrieben werden und "thike", was soviel heißt wie "ok, passt!" das meistbenutzte Wort hier ist. Auf der anderen Seite scheinen die Frauen sich gar nicht so sehr über ihre Rolle zu ärgern, wie man als Außenstehende denken mag. Sie lachen bei dem Gedanken, dass die Burka aus Europa gesehen Zeichen ihrer Unterdrückung ist. Außerhalb ihres privaten Lebens tragen sie gerne die schwarze Tracht, die mich am Flughafen in Dubai noch so traurig gemacht hat, weil ja "nur" die Augen rausgucken können (in einem meiner ersten Posts zu lesen). Für sie ist das nur ein besserer Schutz vor den Blicken der Männer und Zeichen dafür, dass sie eine religiöse und somit achtbare, zu respektierende Person sind. "It's not a question of like or dislike, you just feel more secure, more comfortabel in it!" sagt die 5.Klass Leherinnen zu mir, als sie nach dem Unterricht ihr buntes Chewarcamis unter der Burka verschwinden lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gespräche sind immer wieder offener, als ich erwartet hätte. Manchmal überrumpelt es mich, wie sich Vorurteile und klischees bestätigen, manchmal bin ich fröhlich, eine eigene Wahrheit rausfinden, erfragen, erraten zu können. Da dieser Blog auch einen Teil des öffentlichen Lebens darstellt, ist es euch leider nicht vergönnt meine ganze Meinung hier zu finden. Und mir nicht, so locker flockig alles runterzuschreiben wie zu Beginn. Die Zeit fliegt wieder über alles weq. Haben wir denn schon 2008? Werde ich 21, wenn ich wieder in Deutschland bin? Habe ich später eine Lücke im Lebenslauf...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-2610807611284313171?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/2610807611284313171/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=2610807611284313171' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/2610807611284313171'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/2610807611284313171'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2008/01/neues-jahr.html' title='Wissenslücken'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-2789987782479712653</id><published>2007-12-31T01:36:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.460-07:00</updated><title type='text'>Wasep (Rückkehr)</title><content type='html'>Und das waren die Ferien. Und ich schreibe doch nicht erst in einer Woche wieder und auch keine neuen Wunder-Eindruecke. Obwohl man die Dinge der letzten 2 Tage durchaus auch von diesem Gesichtspunkt aus sehen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Zug hat gerade etwa ein Viertel der Strecke von Lahore nach Karachi zurückgelegt, als uns die Nachricht vom Tod der Oppositionsführerin und soundsoviel anderen erreicht. Die Leute im Zug bewegen sich langsam, stehen auf, Telefonieren – und wirken relativ emotionslos. Uns raten sie, nicht nach Karachi weiterzufahren, überhaupt nicht in den Sindh zu fahren, weil dies ja das Gebiet ihrer Heimat sei, weil das Volk einen Hass auf die Regierung, Hass auf Amerika habe und da alle Weißen für sie „Angreze“ sind und Angreze gleich wieder Amerikaner, sei es für uns schon unsicherer, als für die Einheimischen. Es ist schwer, klare Antworten zu bekommen. Die einen meinen, das Attentat sei in Karachi gewesen, nicht in Rawalpindi. Im Punjab, in Lahore seien wir jedenfalls einigermaßen sicher. Dann häufen sich die Nachrichten von außen, man sagt sich, jetzt geht es in allen Städten rund und die Pakistanis selbst organisieren sich auch schon eine andere Bleibe als Karachi, Handys klingeln wieder.&lt;br /&gt;Der Zug fährt, erfahren wir später, auch gar nicht weiter nach Karachi, sondern kehrt nach Lahore zurück. als er schließlich in Khanewal hält (ich hör überall nur Karneval), steht sofort ein Mann vor uns (wieauchimmer er uns so schnell im Zug gefunden hat), uns abzuholen. Plötzlich sind wir in einem Krankenwagen, weil das sicherer ist, als zivil zu fahren. Es sind irgendwie etliche Menschen daran beteiligt, uns in dieser Nacht wieder nach Lahore zu bekommen. Aber ich will keine Geschichten erzählen, da komm ich mir komisch vor, angesichts der Dinge, die in dem Land passieren und mir nicht ganz greifbar sind. Nur kurz sagen, dass ich wieder in hier bin und vorerst auch bleiben werde, bleiben muss (und somit auch den geplanten Abstand von Roshni nicht habe um mit neuen Ideen und allem was dazugehört wiederzukommen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wann ist man eigentlich in Gefahr? Die Leute um uns sind alle so friedlich und freundlich und ich schaffs nach wie vor nicht, mir die Bösen darunter vorzustellen. Auch von der Religion her geht das eigentlich gar nicht klar. Von der Politik wisst ihr wahrscheinlich wieder mehr als ich!&lt;br /&gt;Als wir z.B. in besagter Nacht morgens um 3 Station machen bei den Leuten, die uns holen und bringen (und schließlich um diese Uhrzeit noch was kochen, woraufhin ich wirklich nicht mehr weiß, was sagen – obwohl Englisch gesprochen wird), versuche ich vergeblich etwas über die Situation zu erfahren: vor dem Fernseher wird wie gewohnt von Sender zu Sender gezappt und als ich ganz entschlossen sage ich würde jetzt doch gerne mal „News“ gucken, bekomme ich nur einige Minuten, einige Satzfetzen und ähnliche Informationen wie schon zuvor mit – bevor wieder Kricket geguckt wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-2789987782479712653?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/2789987782479712653/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=2789987782479712653' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/2789987782479712653'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/2789987782479712653'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/12/wasep-rckkehr.html' title='Wasep (Rückkehr)'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-6322265562983532898</id><published>2007-12-26T00:58:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.456-07:00</updated><title type='text'>mehr Geschichten!</title><content type='html'>Das war Weihnachten in Pakistan - die Sonne scheint schon wieder und ich renne barfuß im Kreis um das Fußballfeld, dass sich Nachtwächter und Gärtner wundern müssen (oder lachen müssen). Morgen nach Karachi. Eine asiatische 14-Millionenstadt wie sie im Buche steht wahrscheinlich. Soll überhaupt nicht schön sein dort! Und der Zug dahin soll auch nicht schön sein. Ja, ich laufe gar nicht und fliege auch nicht, was viele hier tun würden und ich nehm auch nicht den Eselskarren, wie Sitar mir heute morgen angeboten hat, als er uns durchs Dorf zum Shop gefahrn hat und ich wieder mein Urdu nutzen konnte.&lt;br /&gt;Hotennuuu. Soweit ich verstanden habe, hat er seine Familie dort unten - meine Tasche füllt sich gerade mit Adressen, die mir in Karachi weiterhelfen wollen. Aber keine Sorge, ich geh nicht allein! Matze und Helen sind dabei (obwohl uns Volus eigentlich auch Abstand voneinander guttun würde) und Das Zugunglück kürzlich war in der Gegenrichtung. Außerdem sind in Deutschland auch schon Züge entgleist!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich eigentlich sagen will ist, dass wahrscheinlich einige Tage Ruhe in meinen Blog einkehren wird, bis ich ihn wieder aufmischen kann mit gemischten Eindrücken der kommenden Woche - falls mich der Schulalltag nicht gleich wieder einnimmt und nach all meiner Kreativität verlangt, mit der ich sonst gern die Worte neu zusammenstellen würde um Euch ein Bild zu vermitteln. Wenn dem so sein sollte, dann nehmt Euch ein Buch mit Erzählungen aus dem Orient und stellt euch die Figuren einfach vor, die hier ganz selbstverständlich über die Straße schlurfen in ihren weißen Tüchern und Turbänern, mit einem Zuckerrohr zwischen den Zähnen ab und zu in den Sand spuckend, oder auf dem Farrad so arg bepackt, dass man meint sie schaffen die nächste Kurve nicht. Aber sie schaffen alles, die Männer hier und es ist völlig normal, nur ich frag mich, wo die alle immer hinwuseln mit ihren vielen Sachen, die sie tragen, mit 5 Kindern und Frau auf dem Motorrad. Wo sind die Frauen überhaupt die ganze Zeit? Und dann wieder ein Kamel (So es das Eid-Fest überlebt hat), eine Tasse heißen Cae, ein Gespräch bei dem hauptsächlich Verwunderung und wiedergutmachendes Lächeln rumkommt, Hand schütteln und Hand nicht schütteln und sie wünschen mir Merry Christmas und manche sind dabei ganz stolz, "auch" Christ zu sein. Mit diesen waren wir gestern in einer echten Kirche. Aber das ist eine andere Geschichte, die von Kitsch und Glauben handeln müsste und schließlich wieder von Verwunderung. Ich lass sie also aus - ebenso wie die vom Din-A4 Fahrkartenkauf und die von der prunkvollen Hochzeit unseres reichen Nachbarsohnes (welche durch das Auftreten einer Rockband vor all den gesetzten Verwandten - hier der Frauentisch da der Männertisch - wirklich interessant, nein sogar sehr spaßig wurde) oder die vom Weihnachtslieder und Nichtweihnachtslieder singen, wie hier die Kulturen aufeinanderprasseln und wie sich die Unterschiede schließlich doch bei langem langem Reden am Feuer verarbeiten lassen.&lt;br /&gt;Je nach Internet- und Zeithabbedingung in Karachi gibt es dann also in etwa einer Woche wieder neues von mir im Wunderland. Genießt den Schnee - so ihr welchen habt - und besten Dank natürlich an alle Schokoladenschicker!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-6322265562983532898?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/6322265562983532898/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=6322265562983532898' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6322265562983532898'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6322265562983532898'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/12/mehr-geschichten.html' title='mehr Geschichten!'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-5912519803526508054</id><published>2007-12-21T08:30:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.451-07:00</updated><title type='text'>Das große Schlachten</title><content type='html'>Ich nehme an, ihr habt nicht alle ein Kaminfeuer neben dem Pc. Ist bei uns auch eher selten. Das nur wegen gestern. Und heute das Eid-Schlachtfest. Die Straßen sind voller Blut. Überall liegen Ziegenfelle und Kuhfüße (gebündelt). Manchmal ein entleerter Darm, dann wieder ganze Tiere, die gehäutet werden. Als ich besorgt gefragt werde, ob es auch gut für mich ist, eine Kuh so sterben zu sehen sage ich passt schon, ich bin ja auf dem Bauernhof groß geworden. Beim Schlachten werde ich erst dieser Lüge gewahr und stelle fest, dass meine Gesichtsmuskeln sich verkrampfen als wenn ich in die Sonne gucken müsste. Ich wusste auch nicht, dass das Fleisch eine Stunde später noch immer vor sich hin zuckt. Und dann sehe ich schließlich auch keinen Sinn in dem vielen Schlachten und Fleischanhäufen heute. Für die Bettler, die nun aus ihren Normadenhütten kommen um in Plastiktüten ihren Teil des Viehs (1/3 den armen, 1/3 den Nachbarn und Freunden, 1/3 behalten) fordern, mag dieser Tag schön sein. Für mich nur eine weitere Verwunderung. Die geschmückten Tiere werden morgen und übermorgen nach und nach von den Schlachtern überrascht, die sich dann mit rostiger Klinge an die Kehle eines würdevollen Kamels machen. Das ist die Tradition. Seit Abraham statt seinem Sohn einen Bock opfern durfte. Würde ich diese Dinge verstehen, wenn ich mich endlich mehr um deren Hintergrund bemühte? Der Koran liegt angelesen neben meinem Bett, zuwischen drei anderen Büchern, in denen ich schon weiter gekommen bin. Dabei sollte er mindestens auf Augenhöhe in einem Schrank für sich allein stehen und nur mit reingewaschenen Händen und guten Gedanken (und eigentlich auch in Arabischer Sprache) gelesen werden. Doch auch wenn ich dazu nicht komme und schließlich sogar mein (nein Dein) „Islam verstehen“ verloren habe (das wirklich verständlich geschrieben war), so habe ich noch etliche Begegnungen mit den Leuten, in welchen all meine Fragen wieder auftauchen können. Plauderabende mit Anum z.B., über deren Inhalt ich grad nicht schreiben mag, weil vieles doch wieder Frauensache war. Gespräche aber, wo ich eine Idee davon bekommen konnte, warum die Dinge hier so sind wie sie sind, warum so wenig hinterfragt wird (denn so steht es im Koran und der gibt – im Gegensatz zur Bibel oder der Tora – Gottes Wort unverfälscht wieder), welche Kraft der Glaube hat und wie er den Menschen Sicherheit geben kann in allem was sie tun.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-5912519803526508054?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/5912519803526508054/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=5912519803526508054' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/5912519803526508054'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/5912519803526508054'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/12/das-groe-schlachten.html' title='Das große Schlachten'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-5648305709924197761</id><published>2007-12-20T07:30:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.461-07:00</updated><title type='text'>am Kaminfeuer zu lesen</title><content type='html'>&lt;p&gt;Einmal mehr in einen Traum gefallen. Schnell schreiben, bevor mir alles abhanden kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte doch von den Gärtnern erzählt, von den Ungebildeten, und von den Villagers. Nach dem Fußball also gehen Matze und ich wie gewohnt joggen. Ich brauche einfach dieses bisschen Bewegung am Tag. Und der Gärtner auch, deshalb joggt er jetzt immer mit.&lt;br /&gt;Meri ghar jãnã? (to my house?), ich mag eigentlich nicht, bloß weil ich eine alleine Frau und er ein mir im Prinzip unbekannter Mann ist, denken müssen, dass er mir doof kommen könnte (obwohl das hier so ist, wie man mir sagt), aber wir haben auch Farooq den Betreuten bei mir und ich bin nicht sicher, ob das ok ist. Ich sagte kal (morgen). Heute ist also besagtes Morgen und wir (jetzt Matthias, Manner – so heißt der jüngste Gärtner – und ich) befinden uns wieder am Dorfeingang. Meri ghar? Acca (gut), calo ji. Und schon sind wir durch einen Torbogen, über Lehmboden, Mäuerchen und wieder Tobögen in eines der niedrigen Zimmer gelangt, die man sonst nur durch einen Türspalt von der Straße her sehen kann. Wir sollen uns setzen (bait jao!), von einem der umherstehenden Betten (chapoi) werden die Kinder verscheucht, welche nun Alarm schlagen sodass die Nachbarskinder gelaufen kommen um einen Blick auf die Fremden zu erhaschen, einmal schüchtern meine Hand zu schütteln. Der Cãe wird vorbereitet. Ich frage, ob diese Kinder Manners Geschwister sind. Nein, lacht er, bacche chachi haen. Acca, wir sind also erst im Haus seiner Tante. Der Cãe ist fertig, ob wir denn auch etwas essen wollen? Nein, bohot shukryia, wir essen in Roshni. Einer der Jungs kann etwas Englisch und übersetzt ein paar Worte. Durch eine kleine Tür kommen wir in die nächste Wohnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo soll ich stehen im Raum? Nein danke, kein Tee, wir hatten gerade! Wie begrüße ich die Menschen, wie zeige ich Respekt vor dem Alten an dem wir uns vorbeiquetschen müssen, bevor wir uns setzten? Ich senke meinen Kopf. Er legt mir die Hand auf die Stirn. Das habe ich hier schon öfters gesehen. Die alten Frauen geben mir beide Hände, ich ihnen die Rechte. Den Männern eine zum Herz geführte Geste mit der Hand, der Blick wird gesenkt, wir sind schließlich auf dem Dorf! Die Frauen sind etwas stürmisch und wollen mich gar nicht mehr gehen lassen, Fragen über Fragen. Nein, ich habe noch keine Kinder! Erst jetzt erkenne ich Adnan, einen meiner Drittklässler, der ganz still auf dem anderen Bett sitzt. Ich lach ihn an und sage der Familie, dass er schon tori tori (wenig wenig) Englisch spricht (was er am nächsten Tag stolz in der Schule erzählt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im nächsten Haus wird Matthias eine Wasserpfeife angeboten, an der auch ich ziehe. Das ist hier eigentlich Sache der alten Männer, die mit ihren hennagefärbten Bärten und elegant gewickelten Tüchern um den Kopf tagein tagaus auf ihrem Chapoi sitzen. Ich möchte wissen, wie das schmeckt und was da drinn ist, das hier ist meine einige Chance vielleicht. Lachen. Wasser, sagen sie mir (pani). Es kratzt im Hals. Was ist oben drinn, frage ich. Agh (Feuer). Ich habe das Gefühl, eine Shisha ohne Geschmack zu rauchen. Was ist dazwischen? Chini (Zucker). Kya? Ja, Zucker, das was wir auch in den Cãe tun. Was noch? Tabak. Acca ji. Die Kinder kichern. Or (mehr)? Bas, das ist alles. Manner ist schon wieder aufgestanden, es geht weiter. Ich merke wieder einmal, wie tolerant die Menschen uns gegenüber sind, all meine Unpässlichkeiten werden mit einem Grinsen verziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Draußen unter der Treppe brennt ein Feuer, eine Frau macht darauf Rooties und will mit gleich einen geben. Nein danke, ich esse in Roshni. Cãe? Auch nicht, ich muss weiter. Bleib! schau Dir doch unsere Ziegenbabys an! Acca ji. Eins liegt in der Ecke neben dem Feuer, eins unter dem Bett. Aber in der Nacht darf es nach oben zu den Kindern und der Chachi. Hier brauche ich eine Weile, bis ich verstehe, was die Frau mir sagen will. Die Ziege heißt Lelli. Lelli kann eigentlich froh sein, denk ich mir, die wenigsten Tiere im Dorf haben einen Namen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manner ruft, ich springe übers Mäuerchen,ernte verwunderte Blicke und bin in seinem Haus. Hier ist es sauberer als in den anderen Zimmern dieses Dorfes, wo ja ein Haus ins andere übergeht. Man munkelt, dass Manner Land besitzt und das bedeutet hier sehr viel. Hinter dem Türbogen steht sein Bruder Ehsan - einer meiner frechsten Schüler. In letzter Zeit habe ich ihn aber sehr lieb gewonnen. Ob das daran liegt, dass er Manners Bruder ist und dieser schnell rennen und mir Bambus schneiden kann, oder weil der Junge als einziger in der Klasse die Uhrzeit wusste, als ich die Zeiger auf viertel vor drei gestellt hatte (no, it’s not quarter past three!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind wieder draußen, auch diesmal kein Cãe – wo kämmen wir denn da hin? Außerdem ist gerade Stromausfall und Manner muss das Notlicht holen. Wir wechseln die Straßenseite. 20 Kinder wechseln die Straßenseite. Pferdekutschen halten an, „angrezi angrezi“ hör ich jemanden rufen. Aber wir sind doch keine Engländer! Maria, ither ao! Oh, noch mehr Besuche. Kopf einziehen. Ich finde mich vor einer müden Frau wieder, die - ein Kind im arm - auf ihrem Bett liegt. Ist es ein paar Wochen (hafta) alt? Monate? Nei, hafta nahin, tin din! Was? Drei Tage? Ich senke die Stimme und komm mir plötzlich dumm vor, dass dem Kleinen das Neonlicht ins Gesicht scheinen muss wegen uns. Wir gehen wieder. Im Hof stehen Kühe und Manner zeigt uns das Futter, was sie brauchen um Milch zu geben. Ja, das kenn ich, Kühe gibt es in Jermani auch. Aber das hier ist die Milch, die wir in Roshni immer trinken. Acca, das wusst ich nicht. Und wusste auch nicht, dass ich mit meinem bisschen Urdu soweit kommen kann wie heute. Mit Händen, Füßen, mit Lächeln und Kopf senken, mit jungen und alten Leuten – nur mit den Männern nicht (Wie war noch mal der Name deiner Frau? Und sie unterrichtet Englisch?) Während die Frauen mir so viel sagen wollen, dass meine Sprach- und Mimikkapazitäten völlig überfordert sind. Wir sind wieder am Dorfausgang. Über uns hängt ein Banner, das ich genäht habe, auf dem die Eröffnung des Roshni-Shops angekündigt wird (zum Verkauf der in den Workshops produzierten Spielsachen und dass einige Betreute dort arbeiten und Kontakt mit den Villagers aufnehmen können). Was für ein Bild haben die Leute hier von Roshni? Wahrscheinlich wissen sie davon ebenso wenig wie ich vom Alltag meiner Schüler. Roshni, ein Ort wo wohlhabende Fremde ein und ausgehen, sich um „spezial people“ kümmern und in der Schule arbeiten. Die Schule kennen natürlich manche der Dorfkinder. Deren Mütter sehe ich heute jedoch zum ersten Mal. Und sie mich: Eine kleine weiße Frau, die in ihr Haus reinspaziert, rausspaziert und versucht recht höflich und herzlich zu sein. Außerdem hat sie heute, weil sie ja gejoggt ist, keinen Schal an (der doch zur sittlichen Kleidung gehört). Koi bath nahin (doesn’t matter) sagt Manner und lacht, schließlich bin ich ja ein foreigner.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-5648305709924197761?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/5648305709924197761/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=5648305709924197761' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/5648305709924197761'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/5648305709924197761'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/12/am-kaminfeuer-zu-lesen.html' title='am Kaminfeuer zu lesen'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-6167455103235981949</id><published>2007-12-15T10:56:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.450-07:00</updated><title type='text'>wieso Deutschland?</title><content type='html'>Dieser Text ist so im Laufe der letzten Woche zustande gekommen und es mag sich einiges Stirnrunzeln meinerseits über das Leben hier darin angestaut haben. Das ist aber nicht zu schwer zu nehmen: Es sind bald Eid-Schlachtfestferien, die Tage werden neu, ich komm ein bisschen durchs Land, da ich mit Mtze und Helen über Sylvesternach Karachi fahre und ich freue mich wirklich aufs – nein, ich freue mich über das Leben. Ich hoffe es geht Dir manchmal genauso, zwischen Schreibtisch und Esstisch, zwischen Weihnachtsmännern und melancholischer Straßenmusik, zwischen Esskastanien und neuen Geschenkideen, oder in viel besseren Ideen (verschenk doch mal einen Tag)…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hab viel mit Schule und Unterricht zu tun, bin eigentlich rund um die Uhr irgendwo in Roshni eingespannt, welches aber ein weniger brennendes Thema ist, weil es läuft... Brennt mir denn überhaupt was – ich habe lange nicht geschrieben? Meine Zweifeleien sind nochimmer nicht besser geworden. Und überleg mir öfter, ob das was ich tu Sinn macht, anstatt einfach etwas sinn-volles zu tun. Mein Visum für Pakistan wurde bis 21. April verlängert und der Botschafter wollt meine Fragen nicht anhören. Dann eben kein multiple Entry. Manchmal kommt man sich hier als Frau schon dumm vor (Und wenn man Mukhtar May liest und die überspitzte Version davon vor sich hat, kann man auch zornig werden). Auf der anderen Seite werden wir aber auch mit viel Respekt und Rücksicht behandelt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessanter noch als Frausein ist aber das Ausländer sein hier. Als ich am Wochenende mit Philipp aufs Land raus gefahren bin, zu den Lehmhütten und Kamelen von Faisalabad, da war ich wieder der Fremde Mensch aus dem Westen – für die Leute dort vielleicht einer aus den Werbetafeln, aus dem Fernsehen, zum erstenmal „in echt“. Am eindrucksvollsten sind dann immer die Kinderblicke, weil sie nichts verbergen. Ich glaube manche waren wirklich erschrocken.&lt;br /&gt;Im Bus nach Lahore zurück sagte meine Sitznachbarin (denn natürlich sitzt hier wieder Frau neben Frau) „You’re the first interesting person I met in this bus since three years!“ Hm, schade – sind die anderen Menschen in dem Bus denn nicht interessant? Doch doch, meint sie rasch, aber die seien ja alle nur von hier. Es folgt ein Gespräch über Gott und die Welt und schließlich doch wieder über Gott, bis sie versucht, mich zu bekehren. Denn der Islam gäbe auf alles eine Antwort und ich bräuchte eigentlich gar nicht mehr zu suchen. Ich such aber doch so gerne (haha, s.o.)! Ob sie sich denn vorstellen könnte, Christ zu werden? No way! Und weshalb soll ich Moslem werden? „’Cause we’re right!“ Welcher Mensch kann denn sagen, dass er Recht hat? Aber ich denke mir, dass sie nur eine Vertreterin dieser Religion ist und dass hier nicht jeder „Ihr werdet schon noch sehen“ denkt, wenn er es mit Christen oder anderen zu tun hat. Bin ich denn Christ? Wie oft ich hier vor diese Frage geworfen werde. Und nie gebe ich eine zufrieden stellende Antwort. Zunächst einmal bin ich Maria. Eine weitere Definition meiner selbst ist mir noch nicht gelungen. Bisher hab ich’s soweit auch nicht kommen lassen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir steigen aus dem Bus und verlieren uns aus den Augen. Das Versprechen, sie daheim zu besuchen, kann ich vermutlich nicht einlösen. Ich gebe es trotzdem – es gehört irgendwie doch zur guten Sitte (und wie würde sich denn ein Deutsches „Ich kann noch nicht sagen, wie mein Plan für die nächsten Wochen aussieht“ anhören?). Assalam unser Driver wartet schon auf mich, ich bin wieder in „sicheren Händen“ – schade eigentlich, dass die Selbstständigkeit immer nur so kurz währt hier. Bis zur Straße vor und nicht weiter. Und nicht alleine und nicht Nachts. Das ist zu gefährlich. Hier lauern Diebe und anderes Gesindel, sagt man sich. Wie naiv muss ich sein, die Dinge erst zu glauben, wenn ich sie erfahren habe? Trotzdem kann ich nicht anders. Wieso soll man denn als Frau nicht alleine einkaufen gehen können? Aber ich kam her, um die Kultur kennenzulernen und nun lern ich sie eben kennen und es ist auch nicht meine Art, mich quer zu stellen und zu sagen „Ich will aber!“. Naja, so häppchenweise bring ich das schon. Und sehe, dass ich doch den public bus benutzen kann ohne Mann. Mein Urdu reicht auch schon so weit, dass ich den neugierigen Frauen (die diesmal durch eine massive Eisentür von den Männern getrennt sind) erklären kann, was ich tu und wo ich lebe. Doch wo die Sprache ausreicht, stellt sich wieder die andere Denke in den Weg. Wieso ich denn kein Geld für die Arbeit verlange, ob ich in Deutschland keinen Job gefunden hätte, warum meine Familie nicht mitgekommen ist, wieder ob ich verheiratet bin, wie viele Kinder ich denn habe, ob ich Moslem bin, weil ich ja Shewarcamis trage? Ich merke, dass es mich anstrengt, den Leuten immer offen und mit einem Lächeln zu begegnen (In der Kurzversion bin ich dann Christ und verheiratet und als Deutschlehrerin hier). Aber ich muss mich an die Botschafterrolle erinnern und schließlich können die Frauen im Bus ja auch nicht wissen, dass ich gestern ebendieselben Fragen mit ebendemselben Lächeln beantwortet habe und mein Interesse an dieser Art von Unterhaltung stetig sinkt.&lt;br /&gt;Und sie können nicht wissen , wie das Leben in Deutschland ist. Und wollen trotzdem alle mal nach jermani - woher kommt das? Für mich ist es natürlich ein prima Lebensraum und ich möchte auf Dauer vermutlich auch gar nicht woandershin. Aber dass hier einer sein jahrelang Erspartes (denn wie viel Geld das für diese Menschen sein muss, steht in keinem Vergleich zu uns) in den Flug verpufft um dann ein zwei Wochen oder Monate in Berlin oder Frankfurt zu leben, Europa zu sehen, vielleicht noch von schlecht frisierten Menschen als Ausländer doof behandelt zu werden – das will mir nicht in den Kopf. Es wird sich keine Traube von hilfsbereiten Menschen um ihn schaaren, wenn er allein an einer Straßenkreuzung einen U-Bahn Plan zu lesen versucht, es wird ihn keiner in sein Haus bitten oder mit einem heißen Tee auf die Straße herauskommen. Ich will damit nicht sagen, dass die Menschen hier oder da besser seien – es ist eben nur eine so andere Mentalität und ich denke mir ein Pakistani hätte mehr davon, mal nach Indien rüberzugucken und mit Hindus zu sprechen, auf gute Nachbarschaft trinken (das wär was!). Oder eben runter ans Meer (denn ein Indienvisum ist leider nicht allzu einfach für Pakistanis) oder hoch in die Berge; Ich glaube dieses Land birgt Wunder und viele der Menschen, die ich getroffen habe, kennen nur ihre eigene Stadt. Und dann ihren Traum einmal nach Deutschland zu gehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-6167455103235981949?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/6167455103235981949/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=6167455103235981949' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6167455103235981949'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6167455103235981949'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/12/nach-deutschland.html' title='wieso Deutschland?'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-7413822265331409830</id><published>2007-12-02T02:50:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.462-07:00</updated><title type='text'>aufgeräumt</title><content type='html'>Ich habe den Lycheesaft weggekippt, weil er alt war. Die tristen Gedanken habe ich weggekippt, weil sie unnütz sind (es sei denn ich habe ihren Nutzen noch nicht ganz verstanden). Die Sorge, nicht ganz da zu sein, wo ich bin, nicht alles zu tun, was ich tun könnte, die hatte ich auch früher schon, hatte ich auch anderswo. Während der Schulzeit, während der Ferien – im Abi und sogar auf Artabenfahrten, die ja nun wirklich so nah am Leben dran sind, dass man nicht ins Grübeln kommen müsste! Ja, an die Jugendgruppe denke ich noch am liebsten (am zweitliebsten, entschuldige) und das sind auch die Abenteuer, von denen ich erzähle, die Lieder, die ich hier singe. Ja videl divoké kuňe (ich habe wilde Pferde gesehen) – ist zwar ein Tschechisches Lied, habe ich aber trotzdem gern dem Sohn der mysteriösen Familie beigebracht, als wir gestern so vorunshingejamt haben. Und er hats gern gelernt, hat dazu improvisiert und schließlich habe ich mich geärgert, dass uns niemand aufgenommen hat. Was hätte ich das gern noch mal angehört. Bei Haider ist es nämlich so, dass er plötzlich aufhört mit der Gitarre und meint, er kann nicht spielen, wenn es jemand von ihm erwartet. Aber ich erwarte doch nichts! Und ich bin nur so selten da. Das war jetzt exakt zwei Wochen her, als ich gesagt hatte, ich komme auf alle Fälle wieder. Als ich dann gestern ganz unangemeldet zu Tür reinkam, saßen sie da alle auf dem Boden und haben gelacht und sich gefreut, dass ich da bin. Das sind wirklich die allernormalsten Menschen, die ich bisher hier gefunden habe. Die leben da einfach mit ihren Kindern und Ehemännern und Enkeln und Hausangestellten und man kann dazukommen und nichts ist komisch. Sogar der Hausvater, vor dem ich mich vielleicht benehmen sollte oder zumindest nicht vor seinen Augen gleichmal ins Zimmer seines Sohnes verschwinden (denn das geht in dieser Kultur unverheiratet eigentlich nicht), schafft es immer wieder, dass ich mich ganz normal fühle. Wie daheim eben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daheim habe ich mich heute morgen schon wieder gefühlt, als Helen Plätzchen gebacken hatte (ist doch 1. Advent, ne?) und echter Kaffee in meiner Tasse war. Verrückt, was für Bilder und Erinnerungen so ein bekannter Geschmack hervorrufen kann. Aber ich mag auch neue Geschmäcker. Manche jedenfalls. Gestern habe ich ein zähes verwürztes Hühnchen gegessen und überlegt, ob ich Vegetarier werde. Das überlege ich hier etwa dreimal am Tag. Auf den Straßen hängen die halben Ziegen und Rinder vor den Läden. Ihre Köpfe liegen rum, daneben die Füße – schön gebündelt wie Karotten oder Radieschen auf dem Markt. Wenn ich in den Kochtopf gucke, kann ich darin kein Fleisch erkennen, sondern Knochen, Fett und Fellreste. Magen und Gehirn sollen ganz vorzüglich schmecken, sagt man mir. Ich frag schon nicht mehr nach, was wir da gerade essen. Essen sollte ich überhaupt weniger – das steht in keinem Verhältnis mehr zu dem, wie ich mich bewege oder was ich schaffe am Tag. Manchmal kommt es vor, dass ich nach dem Fußball (inzwischen auch mit allen Gärtnern und Fahrern und Nachtwächtern, mit Hinundherpassen und Corner und Aus) noch joggen gehe, soweit ich eben kann ohne Gefahr zu laufen, dass mich jemand aus dem Dorf sieht und gefangen nimmt. Dann merk ich erst die Kraft in mir, und möchte die ganze Nacht weiterlaufen und auf Berge klettern und in Flüsse springen. Aber das schrieb ich ja schon. Klar sind die Gewässer – so es sie denn gibt – ohnehin nicht. In die Berge kann ich vielleicht wenn wir Ferien haben. Aber das weiß man hier nie. Verplant. Ich möchte eigentlich nicht verplant sagen – das ist doch wieder ein ewiges Urteilen über die ganze Kultur und über die Rolle der Frau und über die Handhabung der Religion.&lt;br /&gt;Handhabung ist ein lustiges Wort dafür. Es ist nämlich ganz oft so, dass ich im Gespräch erfahre, sie (manchmal auch er) schämt sich, dass sie nicht streng nach dem Koran lebt. z.B. doch gerne mal daran denkt, mit einem Mann zusammen zu sein oder sogar die Hand eines solchen gehalten hat. Und auf den Straßen gehen die Männer dann Arm in Arm und Hand in Hand – es hat eben doch jeder Mensch ein natürliches Bedürfnis nach Nähe, woher und wozu diese oktroyierte Geschlechtertrennung?? Ja, sagt man mir dann, und bei euch haben alle Frauen in deinem Alter Kinder – unverheiratet. Das ist nicht ganz wahr, versuch ich mich zu verteidigen, und hier haben sie doch noch früher Kinder. Dafür trennen sich eure Paare immer wieder. Ja, manche schon. Wieso ich denn nicht heiraten will, wenn ich meinen Freund doch liebe. Heiraten, jetzt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich beschleicht wieder einmal das Gefühl, von unserer Kultur, von meiner Religion mehr angetan zu sein. Dabei hat alles seine Plusse und Minüsse (ist es z.B. nicht so, dass die Menschen hier einfach fröhlicher sind im Ganzen?)! Ich arbeite weiter an einem neutralen Standpunkt! Vielleicht pendelt es sich aber auch nicht ein…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(bitte um Korrektur bei Mhz von Plus und Minus)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-7413822265331409830?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/7413822265331409830/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=7413822265331409830' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/7413822265331409830'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/7413822265331409830'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/12/aufgerumt.html' title='aufgeräumt'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-6200504699648442396</id><published>2007-11-30T08:16:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.453-07:00</updated><title type='text'>Zeit zum Schreiben</title><content type='html'>Wahrscheinlich war ich wieder ein bisschen übereifrig sentimental. Basheer kommt noch oft zu uns (und ich mach trotzdem zu wenig mit ihm). Andere Leute haben wirkliche Sorgen. Die gehen dann bei all denen umher, die hier von der Hand in den Mund leben, Windschutzscheiben waschen, Chips zu 10 rupien verkaufen, ein Kind auf dem Arm und selber erst 16, sich verstümmelt haben (wie man mir sagt) um betteln zu können, an den Ampeln auf dein Geld warten...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Maria, wenns dir nich gut geht hier, dann geh! Sagt Matthias heute morgen in der Schule. Watt?? Gehen? Daran habe ich kaum gedacht zur Zeit. Ans Unglücklichsein schon. Oder unzufrieden zumindest – denn Unglück muss, wie gesagt, einen anderen Rahmen haben. Ich bin müde. Bewege mich kaum den ganzen Tag – weil das keiner hier tut. Ich lehne mich zurück, werde passiv und es ist, als läge ein Schleier über dem Land und dem Volk. Wie der Nebel am Morgen. So ziehe ich mich auch innerlich zurück, beobachte die Dinge, kommentiere und beurteile sie - in meinem Kopf - wie das mit den Gästen, stelle Fehler fest und fühle mich so klug dabei. Aber agiere nicht. Und mache damit selbst den Fehler. Andere wissen es vielleicht nicht besser, machen nicht alles richtig übergehen und übersehen so manches – aber sie machen es! Das ist es. Das ist vielleicht auch schon das ganze Wahre, was ich immer suche – einfach nur tun. Nicht glauben Missverständnisse zu verstehen und Fehler aufzudecken mit dem eigenen Denken. Und immer nur darin im Kreis gedreht.&lt;br /&gt;Das nagt etwas an mir. Aber es ist ja auch Herbst und Zeit zum Traurigsein. Nur dass mir mein Traurigsein etwas aus dem Boden gestampft vorkommt. Die Sonne scheint hier auf mich und die Kinder rufen meinen Namen (und ich weiß doch schon viele von ihren). Die anderen Lehrerinnen kommen noch später als ich zum Unterricht. Und während ich mit mir unzufrieden bin, weil ich nur das Nötigste vorbereite sind andere mit sich im reinen wenn sie in ihrem Unterricht ihr Motorrad reparieren oder ihre zehn Kinder wickeln (das kommt in der anderen Dorfschule vor). Ich verstehe immer mehr Urdu. Mein Platz in Roshni hat sich nun gefunden und ich bin nicht mehr abgelenkt davon, alles kennenlernen oder verstehen zu wollen/müssen. Leben sollte ich hier und Fröhlichkeit verbreiten, nichts anderes!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wieder zu schnell ins Sentimentalsein gestürtzt. Man muss nicht alle Gedanken von sich so ernstnehmen, wenn sie nicht guttuen. Und doch hält man sich daran so gerne fest. Ich versuch sie von mir zu schieben, ganz im Hier und Jetzt zu sein, wie man so hübsch sagt. Anum wohnt jetzt mit mir im Zimmer. Gossa betet doch zu laut in der Nacht. Und Anums Familie zieht in die Stadt. Wenn sie weiter unterrichten will, muss sie hier wohnen. Sie ist mit besseren Gründen traurig: Ihre Familie redet zur Zeit nicht mit ihr, weil sie sich entschieden hat, hier zu sein (wasndasfürnquatsch?!). Und im Dezember hört sie mit Unterrichten auf, wegen ihrem Examen. Was passiert dann mit der 1. Klasse? Aufgabe für Matze und mich? Silke geht bald mit Klara nach Deutschland. Wir werden Weihnachtsferien haben. Ich sollte mehr mit dem neuen Mensch aus Deutschland reden – er ist so froh hier wieder Deutsche zu treffen, weil das doch am ehesten Heimat für ihn war (7 Jahre hat er dort gelebt nachdem er im Afghanistankrieg seine Eltern verloren hatte). Und tue es nicht. Wer weiß, wielange er bleibt. Aber zurück zu dem was ist und was ich tue! ich merke, wie wichtig mir Veränderung ist – im Unterricht, im Roshnileben, in meinem Denken. Vielleicht muss ich nur lernen, anzunehmen, was gerade dran ist und mich darüber zu freuen (könnte ich das auch, wenn es gleichbliebe?). Es ist nicht die Zeit für verflochtene Gedanken. Jetzt ist Zeit zum Schreiben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und zum Lycheesafttrinken&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-6200504699648442396?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/6200504699648442396/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=6200504699648442396' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6200504699648442396'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6200504699648442396'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/11/zeit-zum-schreiben.html' title='Zeit zum Schreiben'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-3582879670325827119</id><published>2007-11-23T01:34:00.000-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.454-07:00</updated><title type='text'>im Blaubeerwald</title><content type='html'>Mein Unterricht geht in die sechste Woche. Mein Aufenthalt hier in die achte. Ein Tag vergeht nach dem andern ohne dass ich ihn daran hintern könnte (was ich auch nicht wollte). Morgens liegen die Winternebel jetzt so dicht, dass ich aus dem Fensterraus nichts mehr sehe (das Haus bekommt gerade ein Dach). Wenn wir dann in die Schule fahren und der Dunst sich lichtet, erkenne ich zumindest einige Kinder, die mit Blumen auf mich zulaufen. Teacher Maria, teacher Maaria! Du musst gar nichts tun und sie mögen dich einfach. Warum ist das so bei Kindern? Und weil ich jedes einzelne nach und nach so lieb gewinn (nach und nach, weil ich es nicht schaffe, 18 Kinder gleichzeitig zu beachten – und kenn nichtmal alle Namen), fehlt mir oft die notwendige Strenge. Dann fühl ich mich wie Hänschen im Blaubeerwald – mit meinem Korb voll Kreide die an die Tafel gemalt werden will und einem Stimmengewirr von mir unverständlichen Worten, die an meine Ohren wollen. Wenn ich aufhör zu lächeln, verheißungsvoll Stift und Papier nehme um einzelne Namen aufzuschreiben, wird es mucksmäuschenstill. Leider passiert mir das zu selten. Kann ich denn bösen sein, wenn ein Mädchen mich mitten im Unterricht umarmt und tanzen will? Staubtrocken „ber jao!“ sagen und weitermalen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einem Jungen hätt ich auch gern mal mehr Aufmerksamkeit gegeben und das ist Basheer (Photo rechts). Er wohnt inzwischen wieder bei seiner Familie, auf der Straße sozusagen. Weil er lange mit den Hannesens zusammengewohnt hat, spricht er Deutsch. Die Sprachbarriere zwischen uns existiert also nicht – welche dann? Es gab bisher erst einen Abend, an dem ich mich ihm widmen konnte (oder er sich mir), da saßen wir in seiner Höhle aus Tüchern und Decken und ich hab ihn Portraitiert. Das war wie eine Fraundschaft. Jetzt sagen wir uns nur in der Schule kurz hallo und er fragt mich immer, wann ich ihm Fotos von ihm in Roshni geben kann. Aber ich komme nicht dazu, sie zu drucken und komme nicht dazu, mit ihm auf Bäume zu klettern - oder es kommt nicht dazu. Und in seinem Grinsen ist immer auch was trauriges.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tage sind also bis zum Rand gefüllt, es wird früh dunkel und nach dem Abendessen gehe ich in die Bäckerei um Server bei den Broten zu helfen (neue Bestellung von der Metro). Wenn ich da bis halb zwölf stehe und mich noch ärger, weil ich die letzte Nacht wieder um vier wachgebetet wurde, und mich ärger, dass ich kaum richtige Zeit für mich habe oder nehme und mich ärger, dass man seinen Ärger hier verbirgt, muss ich mich fragen, wann ich halt sagen würde. Einfach schlafengehen. Ohne die Brote. Aber Server steht dann da bis eins. Ist ja auch nur ein Angestellter. Fast so wie der Nachtwächter, der alle zehn Minuten in die Pfeife pfeifen muss, damit wir wissen, dass er nicht schläft. Und der immer wartende Fahrer (der zudem allerhöchstens mal 60 km/h fahren kann wegs der Straßenbeschaffenheit). Aber vielleicht ist es ganz falsch, Mitleid zu haben – für die ist das alles so normal und wenn man darin aufwächst fragt man sich wahrscheinlich nicht, weshalb der Gärtner das Haus nicht betreten darf. Und wieso wir eigentlich nicht mit ihm reden sollen. Der ewige Gärtner…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-3582879670325827119?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/3582879670325827119/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=3582879670325827119' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3582879670325827119'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3582879670325827119'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/11/aufmerksamkeit.html' title='im Blaubeerwald'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-6994196750485411345</id><published>2007-11-18T03:22:00.001-08:00</published><updated>2008-07-17T00:39:14.460-07:00</updated><title type='text'>Wenn einer auf seinen Auftritt wartet</title><content type='html'>Mein Herz ist so voll. Wie wenn man einen Strauch Rosen vor sich hat und daran riechen kann. Wie eine Schulter zum anlehnen. Und dann ein Kopf, der sich dagegen lehnt. Zurücklehnt sozusagen. Das war mit Anum auf dem Rückweg vom Ladenopening. Heute war ein Abend ganz für mich. Es kam so, dass Roshni in der Stadt einen Laden für die Produkte aus den Werkstätten eröffnet hat. Das war auch schon sehr bewegend und gab mir wieder einen Haufen Denkstoff und geredet wurde viel und sich bedankt, dass die Deutschen hier sind als Gäste, trotz der vielen Warnungen und dass es doch friedlich sei hier – ja, ist es und die Menschen sind freundlich und froh, aber solltet ihr euch nicht lieber bei denen, die das Brot mit den Behinderten backen bedanken und bei denen, die sie täglich waschen? Dann kamen auch schon unsere Blumen vom Minister der Industrie-und Handelskammer. Schuckria. Viele Reden also, anschließend Chai und dann das, weshalb ich heute überhaupt schreibe: Neben dem Laden wohnt eine Zauberhafte Familie. Zauberhaft auch im Sinne von mysteriös, neblig und fast düster. Die Geschwister tragen schwarz, das eine Kapuzenpulli und Jeans, das dritte wiederum ganz konventionell bunt im Chewarcamis. Beim ersten Sehen des zweiten wusste ich nicht, ob es Mann oder Frau ist. Dafür ist das Verhalten von allen aber auch sehr offen und echt. Und es sind Künstler! An der Wand hängen Bilder, die mich an Margritte erinnern, weil sie von Schatten erzählen, die man nicht sehen kann (seit wann können Bilder eigentlich erzählen?). Sie sind von der ältesten Schwester. Die singt und tanzt (und möchte alles über Eurythmie wissen), die andern beiden filmen und lachen – während sie abwechselnd Kinder auf dem Arm haben, von denen ich nicht weiß wer wessen ist. Und der jüngere Bruder spielt Gitarre. Das kann ich aber erst hören, wenn ich wiederkomme, sagt er mir, weil er nicht gern unter so vielen Gästen ist. Versteh ich. Ich zähl die Leute im Raum und komm auf knapp dreißig. Die Mutter aller Kinder, eine Dame gehobenen Alters mit langen grauen Haaren, hat einen Kulturaustauschenen Abend vorgeschlagen. Ein Lied aus Pakistan, eins aus Deutschland. Ein Tanz, ein Film, ein Gespräch über den Inhalt all dieser Dinge und schließlich auch über den Inhalt unseres Lebens und dessen Nichtigkeit angesichts dessen, was danach kommt. Wie wenn einer auf den Bus wartet und denkt, das warten ist schon alles. Dass aber nach dem Tod die Reise erst losgehen soll wollt ich nicht denken und Du wärst ja auch nicht einverstanden gewesen! So hat also an diesem Abend jeder seins gesagt und aufgeführt und Matze und ich (mit guter Dreaghtnutgitarre) haben noch ein kräftiges „we schuv ne ze“ gesungen und alle zusammen haben wir ein Liebeslied in Urdu gesungen und und und. Und das ist, warum ich schreibe, dass es mein Abend war. Wenn jemand einfach nur mit seiner Stimme aus dem Herz raus singt. Oder redet oder wasauchimmer, dann kann es mich fast weinen machen. Wenn sich jemand so richtig mit dem verbinden kann, was er tut. Es hat z.B. auch einer Kalkatta oder wie das heißt getanzt und alles perfekt gekonnt, hat mich aber kaum berührt. Und heute kam eins nach dem andern direkt von den Menschen, die da saßen und sich angeguckt und angelächelt haben und intensivste Kulturtauscher waren. Ich will wieder zu dieser mysteriösen Familie – auch ohne Ladenopening und Gäste – ich will doch noch den Bruder mit der Gitarre hören.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-6994196750485411345?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/6994196750485411345/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=6994196750485411345' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6994196750485411345'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6994196750485411345'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/11/wenn-einer-auf-seinen-auftritt-wartet.html' title='Wenn einer auf seinen Auftritt wartet'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-7605820022911968850</id><published>2007-11-12T08:47:00.000-08:00</published><updated>2007-12-22T22:47:17.616-08:00</updated><title type='text'>Mosaiksteinchen</title><content type='html'>11.11.&lt;br /&gt;Puh, heut hab ich die Hefte vergessen und musste mein ganzes Wochenmaterial verbraten um die Kinder bei Laune zu halten. I am a little teapott!! In der 3. Fachstunde kann ich den Unterricht nachbereiten, weil ich da chuti hab („Ferien“). Das ist dann, wie wenn man aus einem Traum aufwacht und versucht, die Bilder wieder hochzuholen: Was haben wir gerade gamacht, worum gings, was ging gut, was ging daneben…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. mal Lahore. Diesmal mit Bruder und Mann. Die Frauen, mit denen ich im vorderen Teil des Busses sitze, hätten nicht verstanden, dass ich mit zwei Freunden unterwegs bin. Oder sie hätten denken müssen, dass deutsche Frauen immer einen ganzen Harem haben. Ich werde angeguckt, manchmal wird gelächelt. Ich fühl mich auch reingeguckt und mich allein. Lös mich auf und im Hitergrund ständig die Bolywood Filmmusik. Im Vordergrund schaukeln bunte Fähnchen und Plastikblumen. Im Rücken keine Fensterscheiben. Ich greif hinein, um mich zu vergewissern und ernte nur neugierige, offensichtlich verwunderte Blicke von den Frauen (wieso tut sie su?!).&lt;br /&gt;Im nächsten Bus sitze ich auf dem Dach mit Philipp und Matze und vielen vielen Männern, denen ich die Hand nicht geben soll. Man sagt, ich sei die erste Frau, die auf dem Dach mitfährt. Keiner hindert mich daran, dafür sind sie zu höflich. Narrenfreiheit! Ich sehe von hier aus das ganze Leben in den Straßen. Dahinter heulen die Schakale. Es ist so gut, dass ich hier bin. Mal denk ich wieder, warum herkommen – es ist, wie man sich die dritte Welt vorstellt. Lehmhütten und zerrissene Kleider – Nur scheinen die Menschen nicht traurig oder verzweifelt zu sein. Manche vielleicht, denen ich noch nicht begegnet bin. Vielleicht gibt es sogar unfreundliche, die nicht sagen würden thank you for visiting us – darauf warte ich nun seit etwa sechs Wochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10.11.&lt;br /&gt;Ich werde gefragt, wie die Leute hier Ausländern begegnen. Gute Frage, ich habe bisher nur einen Chinesen und einen Mensch aus Amerika getroffen. Wir sind Raritäten. Und als solche werden wir auch behandelt! Mit dem bisschen Englisch, das sie können, machen sie uns Komplimente und fragen, wie uns ihr Land gefällt, ob wir uns wohlfühlen. Kurz, ich begegne hier einem Volk, welches sogar die Gastfreundschaft der Esten, Tschechen und Rumänen weit übertrifft. Nur Organisieren kann man nichts. Ein Treffen, ein Ausflug in die Stadt, ein Spaziergang oder gemütliches Chaitrinken wird am besten gleich durchgezogen, ohne voher darüber zu reden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;09.11.&lt;br /&gt;Die Nachbarn, bei denen wir so reich zu Ead gegessen haben, haben einen Sohn, Assad. Heut Nacht warn Matze (den er eingeladen hatte) und ich (die ich mich eingeladen hatte) mit ihm in Lahore essen. Es fing damit an, dass wir nicht wussten, wie wir durch das mannshohe Tor zu seinem Haus kommen sollten. Anklopfen, rufen (was rufen), drüberklettern? Nach einer Weile sind wir drinn – wie üblich ein Getränk und ein Gespräch über Hitler. „I really like Hitler!!“ „Mom, wait!“. Es gibt hier educated und uneducated people (wieder das mit der Hirarchie). Assad gehört zu ersteren. „Is it the case, that many pakistani people like Hitler?“ Und beiß mir während ich das frage auf die Lippe, weil er sich jetzt für seine Mutter rechtfertigen muss. „Well, there’s a lot of hate because of Palästina. But people here don’t know much about it and in any case, our religion forbidds killing! So whats the importance of talking ‘bout Hitler – they all ask you about it whithout knowing anything – it’s the same as when I’m asked about terrorism, whenever they hear that I’m a Pakistani. It’s just stupid!” Der Abend mit Assad war spannend. Es ging viel um Geschichte und Kultur, um Verhütung und Schicksal, aber es war auch eine Menge Spaß dabei (und die richtige Portion Humor ist manchmal sehr hilfreich!), den ich besser nicht aufschreib, denn wenn man nicht hier ist, kann man das alles auch sehr falsch verstehen. Später in der Bar mit H&amp;amp;M Jugendlichen und ich im Chewarcamis. Mit Shisha und sitzen wie man (Frau diesmal auch) will. „It’s fine! I mean, pakistani women would never sit like this (Füße aufm Sofa und so) but you are yourself, you are relaxed, just do as you whish!” Gut, mach ich. Und ich spiel weiter Fußball, auch wenn der Gärtner uns filmt. Ich mag nicht immer nur misstrauisch sein den Menschen gegenüber. Was solls?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier wird alles in der Schule gelernte wahr. Oder ich nehm mir zumindest einen Haufen raus davon (muss ja auch nicht alles glauben, was wahr ist). Die colonial encounters (shortstories): A pair of Jeans und good advice is rarer than rupies. Das gibts hier alles. L’Etranger, K&amp;amp;L, Effi Briest (für die es auch ne kleine Revolution war, mit den Männern auszureiten) – es ist doch näher am Leben als ich dachre, wenn ich über den Büchern saß. Sogar die schnulzigen Bollywood und Lollywood (Lahore) Filme werden mit Begeisterung geguckt...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-7605820022911968850?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/7605820022911968850/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=7605820022911968850' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/7605820022911968850'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/7605820022911968850'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/11/mosaiksteinchen.html' title='Mosaiksteinchen'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-7897132874153191531</id><published>2007-11-08T10:21:00.000-08:00</published><updated>2007-12-22T22:50:47.210-08:00</updated><title type='text'>Schnee und Schokolade</title><content type='html'>Das ham wir hier nicht. Und Rundmails auch nicht. Wie ist es, soll ich was verschicken, wenns auf dem Bloq Neuigkeiten gibt? Und wenn es nur ein kleines Gejammer über die nichtexistene Schokifabrik ist und keine bewegenden tiefen, gehaltvollen Worte? Oder kann man einstellen, wer informiert wird? Wir machen so: wer mir eine mail schickt (leer oder voll, gerne auch dicht) und damit sagt, informiermichwenndugeschriebenhast, der kommt auf die Liste. Hä? Ja, dem mail ich dann eben. Ach nein, das ist Quatsch! Es bleibt wies ist, ihr könnt ja trotzdem mailen oder ganz toll: anrufen (wieistdieaktuellelageinpakistan,Mariaberichtet): 0092425600909, oder - und das wär echt der Hammer - echte Post schicken. Das geht dann so:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Roshni Association (Miss Maria Jacobi),&lt;br /&gt;PoBOX 11073, D.H.A.,&lt;br /&gt;Lahore/Pakistan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich freu mich immer ein Stück von eurem Leben mitzukriegen (und von meinem wieder was mitzuteilen, hähä). Schnee und Schokolade. Schreib und Druckschrift. Und nie wieder drei Stunden am Stück die Dritte Klasse. Ich habe versucht, mit ihnen Hefte einzubinden. Es endete so, dass ich am Nachmittag vor einem Stapel Hefte saß, die lustig durcheinander mit Papier beklebt waren oder auch nicht. So blieben der Waldorfrundbrief und der Musikunterricht für Sikandar auf der Strecke, damit ich basteln konnte...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-7897132874153191531?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/7897132874153191531/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=7897132874153191531' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/7897132874153191531'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/7897132874153191531'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/11/schnee-und-schokolade.html' title='Schnee und Schokolade'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-6878480642373985962</id><published>2007-11-07T20:34:00.000-08:00</published><updated>2007-11-07T20:37:45.649-08:00</updated><title type='text'>Zwei weiße Kamele sind zu wenig!!</title><content type='html'>Es ist zu lieb, was ich als Reaktion auf meinen Blog von einigen immer wieder ganz unerwartet bekomme!! Es werden schon Rundmails gewünscht. Aber die Karten sind gelegt. Es könnte höchstens vorkommen, dass ich doch noch einmal was versende, um auch die beschäftigsten und vergesslichsten in ihrem Alltag daran zu erinnern, dass sie ja nur einen Mausklick vom etwas anderen Alltag der Maria Jacobi entfernt sind. Und um zu sagen, dass ihr euch wirklich nicht sorgen sollt um mich, angesichts unseres „Notstandes“. Es hilft ja doch nichts. Als Deutsche und Ausländer sind wir hier auch am wenigsten gefährdet, sagt man (und sonst sagt man sich nichts über die Lage). Wir halten jedenfalls Augen und Ohren offen – nicht nur wenn wir uns gerade wieder auf dem alten Bazar zwischen Stoffen und Gewürzen verirrt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, und jetzt ab in die Schule, vielleicht habe ich gleich drei Stunden in der dritten Klasse, weil morgen Iqbalfeiertag ist. Was mach ich nur mit denen?? Die ganze Zeit Verse und Lieder aufsagen geht schon nicht. Schönschreiben. Und ich weiß immer noch nicht, ob Schreib- oder Druckschrift. Schreibschrift. Aber die Klassenlehrerin bringt ihnen nebenher noch Druckbuchstaben bei und versteht nicht, was ich mit cursive handwriting meine. Dafür nickt sie aber immer und lächelt dazu ganz lieb. Das ist ja auch was wert! Aber es ist doch schade, dass der Kontakt mit dem „Kollegium“ (5 Klassenlehrerinnen und Matthias) nicht so läuft, dass man sich über den Unterrichtsstoff verständigen könnte. Jetzt muss ich aber wirklich noch den Waldorfbrief fertigmachen (es ist ja bald Martinibazar) und dann ein paar Stichworte für meinen Unterricht und dann wieder  vor den Kinder stehen und Sicherheit ausstrahlen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-6878480642373985962?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/6878480642373985962/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=6878480642373985962' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6878480642373985962'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6878480642373985962'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/11/zwei-weie-kamele-sind-zu-wenig.html' title='Zwei weiße Kamele sind zu wenig!!'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-4432941679243995703</id><published>2007-11-06T08:38:00.000-08:00</published><updated>2007-11-06T08:41:09.961-08:00</updated><title type='text'>Lahore</title><content type='html'>So, wieder im Netz. Das wurde noch nicht gekappt. Diverse Fernsehsender können nicht mehr empfangen werden, unserer englischen Mitarbeiterin wurde von der Botschaft empfohlen, nicht aus dem Haus zu gehen - vorgestern (vorvorgestern?) wurde der Notstand ausgerufen. Was das bedeutet, wissen wir auch nicht. Es kümmert wieder niemanden besonders. Das Leben geht weiter. Keiner fragt, was oben beschlossen wird und warum, keiner macht sich Sorgen oder recherchiert. Also machen wir hier auch weiter. Es heißt in Lahore gibt’s Krawalle – heißt vielleicht Demonstrationen, Streiks. Wir bekommen nichts davon mit. Was wirklich vor sich geht, kann man ja kaum wissen, aber zumindest beobachten, was offiziell in der Politik, im Volk geschieht, das sollte doch selbstverständlich sein, finde ich! Man sagt mir, das gehört auch dazu, dass es eben nicht so ist.&lt;br /&gt;Na gut. Ich dusche morgens kalt. Mit den Schülern komme ich zurecht. Ich kämpfe nicht mehr so sehr mit dem Zweifel, ob es Sinn macht, hier zu sein. Schon hatte ich mir ausgemalt, nach Indien zu juckeln, in die Berge und in die Städte, dann nach Caspar (wo isn das?) – und heute denke ich wieder, wie dumm ich währe, von hier wegzugehen – wie viel ich hier lernen kann, erfahren kann, und in die Tiefe gehen (wie tief sind eigentlich … Tiefen?). Manchmal ist es auch ganz umwerfend schön, wenn die Kinder wieder etwas gelernt haben. Ich weiß wahrscheinlich auch gar nicht, was für ein Wunder es ist, dass ich wirklich hier unterrichten kann, Lehrerin bin. Mir mehr und mehr vorstellen kann, was dieser Beruf bedeutet, der gemäß Marichens-Freunden-und-Bekannten ja zu mir passen würde. Ich glaub das im Moment nicht. So viel Verantwortung…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich wollte von Lahore schreiben – das ist ja jetzt auch schon wieder her… Lahore ist ein einziges Märchen. Nicht immer und nicht überall, aber in der Altstadt kann man einfach nur staunen und sich darin verlieren, seine Sinne zu benutzen. Jede Ecke riecht anders, jede Straße klingt anders. Hier findet das ganze Leben statt. In den Geschäften, davor und dahinter oder auch darüber in den Moscheen. Die Menschen drängen sich durch enge Straßen, Männer versuchen, mich ja nicht zu berühren, Frauen sagen hingegen hello und how are you und you look so beautifull!! Danke, Du Du bist aber auch sehr schön! Hier herrscht ein anderes Kaufsystem, erklärt mir Philipp, der Märchenerzähler. Eine Straße ist voller Töpfe (auch ganz große, falls ich dann meine zehn Kinder habe), eine andere voller Spielsachen – alles Plastik. Dann kommt die Stoffstraße, in welche sich auch die bunten Armreifen schummeln. Hier klingelt der Eisverkäufer, da der Popcornmann. Ein anderer ruft, dass wir seine Früchte kaufen sollen, die ich doch noch nie in meinem Leben gesehen habe. Man sagt, sie wachsen im Wasser. Ziegeköpfe hängen von oben herunter, hier wird vom Tier alles verwertet, alles gegessen. Es riecht nach Verwesung, aber nicht wegen der Ziegen. Vielleicht eine tote Ratte im Staub. Oder ein Hai. „Frischer Fisch, Frischer Fisch!!“ Dann werden alle Gerüche, auch die, die aus den vollen Gewürzsäcken kommen, übertüncht von den Ölen. Kleine und große Flaschen, kostbare und billige stapeln sich und verstreuen alle möglichen Düfte. Sie erinnern mich an „Das Parfüm“. Ich merke plötzlich, dass ich eine Nase hab. Und Ohren. Und Augen natürlich, aber wenn ich mit denen zu viel um mich guck, verrate ich mich. Dann merken alle, dass ich nicht von hier bin und tuscheln und lächeln mich an und halten mich an. Es ist besser, so zu gehen, also wüsste man wohin, sagt Philipp, dann kann man unsichtbar werden. Und dann einen Sack voll Linsen, Frittiertes Gemüse, einen Kinderblick, ein Streitgespräch, ein Gebet aus dem Lautsprecher einfangen und mit sich nehmen. Alles kann man eh nicht mitkriegen – auch wenn man das manchmal so gerne wollte: alles auf einmal und davon ganz viel. Aber für das neu-gierige Mädchen aus dem Westen ist in diesem Moment alles da in der Altstadt von Lahore.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-4432941679243995703?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/4432941679243995703/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=4432941679243995703' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4432941679243995703'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4432941679243995703'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/11/lahore.html' title='Lahore'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-7718114277573877845</id><published>2007-10-30T10:48:00.000-07:00</published><updated>2008-12-08T22:30:01.489-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='...'/><title type='text'>Unterricht</title><content type='html'>Keine Worte im Blog sind ebenso eine Aussage, wie die vielen vorangegangenen: Ich habe genug zu tun. Jede Stunde und Minute gibt es Dinge, die ich „eigentlich noch machen“ will. Ist ja auch nichts Schlechtes. Das Unterrichten hat begonnen. Und damit die ganze Frage, ob warum und wie ich überhaupt eine Lehrerin sein soll. Vor ein paar Tagen habe ich darüber etwas im Blog geschrieben, wie ihr seht aber wieder verloren. Wie ist es also in der Schule, was mache ich dort? Es gibt ca. 60 Kinder, die auf die Klassen 1 bis 6 verteilt sind, wobei sie eher weniger „verteilt“ sind: die 2. Klasse z.B hat allein schon 20. Diese und die 3. Habe ich in Englisch zu unterrichten. Es ist mein Glück, dass sie alle lesen und schreiben lernen sollen. Damit haben sie etwas arbeitsames zu tun zwischen den vielen Nachsprechgedichten, Liedern und Versen, die ich mit ihnen mach. Ja und eigentlich sollten sie dabei auch zur Ruhe kommen. Tun sie aber nicht. In der dritten Klasse ist das etwas einfacher, die Zweitklässler hauen sich aber - kaum dass ich mich umdreh - wegen der Stifte und Blätter bis einer weint. Oder zwei oder mehr. Manchmal kommt die Klassenlehrerin rein, dann sind alle mucksmäuschenstill. Aber ich kann ja auch bald Urdu!! Kaleho jao, ber jao!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/Rydx7OiZvjI/AAAAAAAAADA/HA8_EvYReJQ/s1600-h/mariia.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5127191963113209394" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/Rydx7OiZvjI/AAAAAAAAADA/HA8_EvYReJQ/s200/mariia.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;was zum Essen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich ist die Schule ja auch nicht alles. Wenn ich zurückkomm nach Roshni, ist wieder Leben mit den Betreuten angesagt, essen, spülen, spielen, singen. Und homelessons für Junus und Sikandar. Dann wieder essen. Die Tage gehen – wie gesagt – eher schnell rum (geht es denn darum, dass sie immer nur rumgehen?). Ich mag das Essen inzwischen wirklich – vielleicht auch deshalb, weil ich nie richtig satt werde und mich schon aufs nächste freu. Dabei gibt es sozusagen immer dasselbe. Sozusagen, weil es eben doch verschieden schmeckt. Rootis (so ne art vollkörnige Pfannkuchen) sind schon mal das Grundnahrungsmittel. Dazu gibt es immer ein – weil zu lange gekocht – undefinierbares Gemüse (ich habe gerade das dumme Gefühl, das alles schon einmal geschrieben zu haben), und dazu noch eins. Lady Fingers, Auberginen, Zucchini – schmeckt eh immer ähnlich, auch wegen der schärfe. Nein halt! Wir habendoch noch selbstgemachte Apfelmarmelade. Und Ziegenmilchjoghurt. Das ist wirklich was gutes!! Zum Nachtisch also für die hungrige Maria Rooti+Marmelade+Joghutr+Rooti+Marmelade... Ich wusste gar nicht, wie abwechslungsreich unser Essen in Deutschland ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das ist auch, wodrüber hier geredet wird: can you give me a rooti, pliiz? Bani (wasser) etc. Alltagssachen. Ist ja auch klar, mit den Betreuten. Aber worauf ich grad hinaus will ist die Teilnahmslosigkeit an der Politik unter den anderen. Von dem Anschlag auf Benazir Budtho oder wie sie heißt haben wir erst über den Newsletter von web.de ein paar Tage später erfahren. Als die Wahlen waren, wussten die Leute gar nicht genau, ob das Parlament oder das Volk gerade wählt. Es hat ja auch niemanden besonders interessiert. Man kann eh nichts ändern. So kümmert sich eben jeder um sein Grundstück und sein Leben (was auch Arbeit genug ist - überleben und so) und wartet ab, was damit passiert. Wahrscheinlich ist es dann auch gottgewollt. Insch Allah. Das ist auch so ne Sache. Ich purzel in diese Religion einfach rein, ohne viel zu wissen. Trage das Kopftuch, wenn das Gebet zu hören ist, oder in der Stadt, wenn die Männer zu sehr gucken – sonst nicht. Und es ist ganz anders, als ich daheim dachte, wenn ich Diskussionen über Kopftuchtragen gehört habe. Ich fühle mich nicht unterdrückt, wenn sich die Männer nicht mit uns an einen Tisch setzen, oder mir nicht die Hand geben. Manches finde ich vielleicht komisch, unverständlich, albern. Aber urteilen über etwas, das ich nicht kenne, wollte ich heute eigentlich noch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls bin ich bisher nicht gekidnappt worden oder einem Attentat zum Opfer gefallen. Entschuldigt, wenn ich diese Worte hier so lax daherschreibe, aber es macht mir schon viel Gedanken, welches Bild ihr von Pakistan habt und woher das kommt. Was die Medien da machen ist schon der Hammer, Afghanistan isn’t the most dangerous country of the world – Pakistan is! Mir sind bisher nur liebe Menschen begegnet. Ob die gefährlich sind weiß ich in meiner ganzen Naivität nicht zu sagen. Wahrmherzig und Gastfreundlich noch und nöcher sind sie. Offen und zuvorkommend. You're from jermani, a christian? Welcome to our country, We're glad that you visit us - if You need anything pliiz tell us!! Vielleicht sitzen in den Bergen die Dratzieher von allem Unheil, das es gibt. Vielleicht sitzen sie auch ganz woanders. Hier geht nicht jeden Tag eine Bombe hoch. Anderswo auch nicht, aber es kann überall sein. Attentate gabs auch schon in Europa - hab ich gehört. Wisst ihr, was ich meine? Wasauchimmer passiert, ich bin schon schon um der Dinge willen, die ich bisher mitbekommen habe vom Leben hier unendlich froh. Froher noch, weil ich gerade merke, dass man sich durchaus sein eigenes Bild machen kann. Soviel Freundlichkeit und Ruhe und Fröhlichkeit auf einem Haufen habe ich noch selten gefunden. Und keine Angst, ich werd nicht in den unsicheren Nordwesten fahren oder alleine reisen oder mit dem Hausmeister Fußball spielen - reicht ja schon, wenn der Gärtner mit mir auf dem Feld ist (zur Hierarchie unter den Leuten in der nächsten Folge).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe nun mit manchen von euch durch den Blog wieder Kontakt. Das freut mich! Aber bitte schreibt auch, wenn euch was doof kommt von meinen Worten. Es sind Dinge, die nicht leicht zu beschreiben und Gedanken, die nicht schnell zu greifen sind. Ich kenne nicht viel von der Welt außer mich ein stückweit und das, was ich erlebe, sehe, rieche, schmecke, höre... ...ach ja, der Lahoreausflug (mit Philipp in der Altstadt)! Auch das im nächsten Geschreibe. Nur soviel: es ist wirklich eine ganz unglaubliche Märchenstadt (fast hätte ich mich verkaufen lassen).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-7718114277573877845?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/7718114277573877845/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=7718114277573877845' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/7718114277573877845'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/7718114277573877845'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/10/unterricht.html' title='Unterricht'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/Rydx7OiZvjI/AAAAAAAAADA/HA8_EvYReJQ/s72-c/mariia.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-33208891357977913</id><published>2007-10-20T23:32:00.000-07:00</published><updated>2007-10-20T23:44:14.565-07:00</updated><title type='text'>Augen auf</title><content type='html'>Nach drei Wochen Hiersein, komme ich nun langsam an. Ich habe den ersten Fuß aus dem Flieger gesetzt und versuche gleich zu schauen, wie die Luft schmeckt, alles zu sehen, was ich von hier aus sehen kann. Und ja, man kann wirklich auf sehr verschiedene Weise so etwas erleben. Ich hatte gestern das Gefühl, wenn ich mich richtig oeffne, birgt das ganze Leben hier, die Entscheidung fuer eine laengere Weile zu bleiben (laenger, als ich es in meinem bisherigen hin und her gehoppe tat), viel mehr Tiefen, in die ich gehen koennte. Oder auch nicht. Und gerade habe ich ein bisschen Sorge, an der Oberflaeche zu bleiben (obwohl allein die Zeit, die ich hier sein werde, das verhindert).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal habe ich geschrieben, dass es mir hier nichts als prima geht, und auch das gehoert zur Oberflaeche. Denn natuerlich muss ich mir auch ernsthaft ueberlegen, was es ausmacht, dass ich hier bin, warum ich hierbin, warum ich bleibe. Ob ich das will und ob es gut ist so. Obwohl es bis auf eins herzlich wenig Anlass zum Zweifeln gibt! Ich will ja auch eigentlich mal alles deutsche Denken ueber Bord werfen. In einer Welt leben, die mir eben nicht gehoert und nicht mich aergern muessen, wenn ich den Ellbogen beim Autofahren nicht aus dem Fenster, wenn ich nicht neben dem Fahrer sitzen, nicht selber fahren darf. Manchmal komme ich mir vor, wie so ein Kolonialherr. Ich meine die Denkstrukturen der Leute hier zu durchblicken und bastel in mir schon gleich einen Verbesserungsplan. Ich bin der Religion gegenueber verschlossen und finde manches davon Quatsch, ohne den Hintergrund dieser Kultur zu kennen. Ich glaube dass die ganze Bildung den Menschen hier verschlossen bleibt, bloß weil ich im Gespräch mit Anum merke, dass sie am Himmel keine Sternbilder sieht oder kennt oder weiß was das ist. Vielleicht weiß sie es ja auch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann die Blicke der Männer. Die anderen Mädels ziehn in der Stadt das Tuch uebern Kopf und gucken boese. Ich will doch die Menschen anlaecheln und wie daheim mich an den Reaktionen freuen. Ich will nicht muerrisch gucken muessen. Und wenn ich dann doch so gucke und immer noch in die Augen, muss ich mich fragen, ob ich ueberhaupt das Recht habe, den Blick so lange zu halten wie die Maenner. Ist ja nicht meine Kultur! Aber woher kommt dann deren Recht? Wieder etwas zum Thema Menschenwuerde, aber das ist jetzt nicht anderzeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt sind Eselskarren an der Zeit und unreife Papayas. Ein Haufen Missverstaendnisse und viel an-Lachen. Neues sich-verstehen, auch mit etwas anderem Englisch. Von jedem Baji („Schwester“) genannt werden. 2 Euro zahlen wenn man sieben Leute zum Essen einladen will und ein einziger dreckiger Fluss. Am Himmel keine Wolken – dafuer taeglich staubig-gluehende Sonnenuntergaenge. Heute habe ich sie auch mal aufgehen sehen. Morgen faengt mein Unterricht an.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-33208891357977913?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/33208891357977913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=33208891357977913' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/33208891357977913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/33208891357977913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/10/augen-auf.html' title='Augen auf'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-5999904163045756532</id><published>2007-10-14T11:07:00.000-07:00</published><updated>2008-12-08T22:30:01.761-08:00</updated><title type='text'>Botschafter</title><content type='html'>Gestern wurde der Mond gesehen, heute wird Eid gefeiert. Der Fastenmonat Ramadan wird mit einem großen Fest beendet, und es darf wieder bei Tageslicht gegessen werden. Wenn die Männer morgens vom Beten zurueckkommen, umarmt man (und Frau!) sich dreimal und wuenscht sich Eid mubarik und wir Praktikanten fragen uns, ob die Leute dann ein Jahr lang auf die naechste Umarmung warten muessen.. Nach dem Fruehstück (es gibt zur Feier des Tages Nudeln in Milch und keine Bratas – aber zum Essen komme ich ein andermal) gehen wir Kaninchens Verwandten-und-Bekannten besuchen (nein, Kaninchen ist doch aus Winni the Poo).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Anum&lt;br /&gt;Ich finde mich wieder in Anams Haus, wo ich mich vor ein paar Tagen so dreist selbst eingeladen hatte. Es ist schoen, sie wiederzusehen und wir sind auch gleich mitten im Reden. Aber diesmal weiß ich wirklich nicht, was ich sie fragen darf. Sie erzaehlt, dass ihre Eltern und die Eltern irgendeines Mannes, an dem sie kein Interesse hat, miteinander so Agreements machen und ich weiß nicht, ob sie verheiratet wird, ohne es zu wollen und ich glaub, sie weiß es gerade auch nicht. Eigentlich hat sie gesagt, sie ist zu jung, aber zaehlt das fuer die Eltern? Nach und nach kommen immer mehr Cousins und Onkelse und Geschwister herein. Manche geben uns die Hand, manche schauen an uns Frauen vorbei. Eid mubarik.&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121257428651079538" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/RxJcf24T93I/AAAAAAAAACQ/NpzwwdRx2fI/s200/eid.JPG" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Bei Kaptain Sirajul-din,&lt;br /&gt;Das Essen fuer uns neun Ueberraschungsbesucher ist schnell gerichtet. Nach ein wenig Esserei und Plauderei komme ich aus einer art Stand-by modus heraus (der vor allem Wetterbedingt ist): Der alte Mann, bei dem wir uns hier eingeladen haben erzaehlt von seiner Zeit bei der Marine und von der Teilung Indiens und Pakistans. Die Leute, sagt er, wollten ein Gebiet fuer die Muslimische Bevoelkerung Indiens und eines fuer die Hindus. Nach und nach. Als aber ploetzlich von oben die Teilung kam, musste die Familie (er wohnte damals ca. 2 Stunden von Lahore entfernt) innerhalb von wenigen Minuten ihr Haus verlassen und in Langen Konvois gen Westen fahren. Ich kann ihm nicht immer ganz folgen, mein Englisch und meine Konzentration reichen nicht aus. Er spricht davon, dass Pakistan heute in keinem guten Zustand ist. Vor allem der Politik wegen. Ploetzlich fragt er, was ich dazu denke. Ich muss ueberlegen. „I’m not shure, for I haven’t seen very much of this country jet!“ und ich weiß wirklich zu wenig um mir anzumaßen irgendetwas zum Zustand Pakistans zu sagen. Er freut sich und meint, ich gäbe einen klugen Diplomaten ab.&lt;br /&gt;Als wir gehen, legt mir der Kaptain die Hand auf den Kopf und gibt uns seinen Segen mit. „Nothing will change as long as we don’t stand up... Thank you for being here for You didn’t come for profit but to bring something in our country You can teach us. God would be pleased with you!” Gott? Mein Gott also auch?! Mich erinnert dieser Besuch an einen schoenen Satz, den ich ganz zu Anfang von Shahida gehoert hatte: Jeder von uns ist Botschafter seines eigenen Landes. Eid Mubarik&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei den Nachbarn&lt;br /&gt;Nun moechte ich eigentlich nur das Photo einfuegen und erwaehnen, dass wir auch hier nicht voher angemeldet waren. Aber zu Eid ist der Tisch anscheinend ueberall gedeckt. Ueberall, wo ein bisschen oder wie hier ein bisschen zu viel Geld vorhanden ist. Eid Mubarik auch euch!&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/RxJcgG4T94I/AAAAAAAAACY/VJSZy7hO1Po/s1600-h/eid1.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121257432946046850" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/RxJcgG4T94I/AAAAAAAAACY/VJSZy7hO1Po/s200/eid1.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Abend endet komisch. Nach dem Essen stehen die Leute hier plötzlich auf und gehen. Wir Deutschen sitzen noch versonnen am Tisch, essen hin und wieder eine Praline oder eins von diesen komischen sueßen Teilen und reden und gucken und staunen. Als wir von besagten Nachbarn heimkommen, machen uns die Tiere zu schaffen: Die Ziege, die gestern geboren wurde stirbt vielleicht morgen wieder – so wie die, die zwei tage voher kam. Eins der Hundewelpen ist bis zu den Innereien durchwurmt und wir koennen ihm nicht helfen, die Mäuse muessen wir eh erschlagen, die Katzenbabys zeigen sich nicht, die Gänse sind abgehauen, die Cipchigis sind unerwuenscht (auch wenn ich sie huebsch finde), die Fledermäuse kriegen wir nicht, Frösche im Haus werden seltener, Muecken stören. Gleich setze ich mich wieder mit zwei drei Liedern, die nach der Roentgenaufnahme am Flughafen noch auf meinem (nein Deinem) Mp3 player geblieben sind aufs Dach, wo ich ziemlich ganz fuer mich bin und guck in die Sterne und ueberhoer die Lautsprecher und lass mich stechen. Ein Stückchen Regelmäßigkeit am Tag, das ich mir hier gebastelt habe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-5999904163045756532?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/5999904163045756532/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=5999904163045756532' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/5999904163045756532'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/5999904163045756532'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/10/botschafter.html' title='Botschafter'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/RxJcf24T93I/AAAAAAAAACQ/NpzwwdRx2fI/s72-c/eid.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-6466711375234604551</id><published>2007-10-11T12:08:00.000-07:00</published><updated>2007-12-22T23:33:44.899-08:00</updated><title type='text'>Fußball geht!!!!</title><content type='html'>Es zerreissen zwar die schoenen Kleider dabei, die ihr auf den Bildern seht, aber sonst haelt mich nichts davon ab, mit den Jungs hier Fußball zu spielen (und ein paar praktische Kleider hab ich ja auch von daheim). Endlich wieder Sport. Das ist so verdammt wichtig eigentlich. Sich auspowern, schwitzen, rumrennen, Kopf aus tanzen!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern war ich bei Anam (der 19 jährigen 1. Klasslehrerin) daheim und sie hat auch gesagt, dass Frauen hier eigentlich keinen Sport machen. Auch Musik ist eher selten. Sie hat mit großen Augen einige Töne auf der Blockfloete von mir gelernt ("Is it an Instrument which is very hard to learn?"). Und ueber Frauen haben wir viel geredet. Ein bisschen auch ueber Maenner. Aber was kann ich sie fragen? Ob sie nein sagen darf, wenn einer sie heiraten will? Wir sind sehr offen zueinander, und es kommt mehr beim Reden rum, als ich dachte. Einfach fragen! und ein bisschen sensibel sein. Sie will von Zivi/Bund alles wissen - wie das bei uns ist und warum. Als ich mit den Weltkriegen anfange muss ich erstmal ueberlegen, ob ihr das ein Begriff ist. Einfach fragen! Natuerlich weiß sie, was da war. Und Sie sagt am Ende jedes Themas "It's a question of education". Ich bin froh, sie als "Leherrkollegin" und Freundin kennenzulernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist spaet. Ich koennte noch viel schreiben, vom Beten mit den vielen Frauen und wie sie uns alle gedrueckt und geweint haben, nachdem Shahida von Roshni erzaehlt hatte und dass sie sich zuerst das Recht unter den Menschen erfuellen will und dann das Gesetz Gottes. Ich bin nach wie vor sehr beeindruckt von dieser Arbeit hier. Aber es ist spaet habe ich ja gesagt. Ich mag doch Caspar noch anrufen und es ist schon ein paar stunden her, dass ich ueber die Wiese einem Ball hinterhergerannt bin, bis ich zum Haftari-essen geholt wurde, weil die Sonne am staubigen Himmel schon untergegangen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fuer heute: Schabbachel (oder wie man das auch immer schreibt)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-6466711375234604551?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/6466711375234604551/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=6466711375234604551' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6466711375234604551'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/6466711375234604551'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/10/fuball-geht.html' title='Fußball geht!!!!'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-8119952934573302933</id><published>2007-10-10T10:11:00.000-07:00</published><updated>2008-12-08T22:30:02.522-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/Rw0Jzvqg1nI/AAAAAAAAABo/YNyyL08QNjc/s1600-h/maria+ich.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5119759135962879602" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/Rw0Jzvqg1nI/AAAAAAAAABo/YNyyL08QNjc/s200/maria+ich.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Sodelidodeli, die ersten Bilder.... rechts von mir: Helen, die hier mit den Behinderten hier arbeitet. &lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/Rw0Jz_qg1oI/AAAAAAAAABw/RiFcdt7LEuY/s1600-h/maria.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5119759140257846914" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/Rw0Jz_qg1oI/AAAAAAAAABw/RiFcdt7LEuY/s200/maria.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Unerlässlich: das typische Volunteerbild... Die Kleinen sind ganz stolz, fotographiert zu werden. manche.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/Rw0J0Pqg1pI/AAAAAAAAAB4/xYtcun6CwGU/s1600-h/gruppe1.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5119759144552814226" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/Rw0J0Pqg1pI/AAAAAAAAAB4/xYtcun6CwGU/s200/gruppe1.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Das sind die drei Jungs vpn Shahida und Helmut. dem ältesten bringe ich Gitarre bei und bald gibts auch home lessons in Mathe und so, da sie in der Schule unterfordert sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tut mir leid, dass ich zur Zeit wenig schreibe, Internet ist bissl schwierig. Ich denk an euch (ist ja auch was) und vielleicht morgen mehr. Es geht mir jedenfalls immernoch prima :)&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_Q6nmWvwzCA0/Rw0EpKtXq2I/AAAAAAAAAKg/irsku7VtRTY/s1600-h/maria+ich.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_Q6nmWvwzCA0/Rw0EpatXq3I/AAAAAAAAAKo/pgZBqapdn5s/s1600-h/gruppe1.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-8119952934573302933?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/8119952934573302933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=8119952934573302933' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/8119952934573302933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/8119952934573302933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/10/sodelidodeli-die-ersten-bilder.html' title=''/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_eZYvC2Uu-dQ/Rw0Jzvqg1nI/AAAAAAAAABo/YNyyL08QNjc/s72-c/maria+ich.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-3075337210471755373</id><published>2007-10-05T11:59:00.000-07:00</published><updated>2007-10-05T12:43:09.049-07:00</updated><title type='text'>Handstand</title><content type='html'>Eigentlich ist meine Internet Zeit zuende. Das sagt die Uhrzeit, das sagen die Muecken, das sagen mir die lauten Lautsprecher von der Moschee gegenueber, in denen die Gebete langsam so monoton werden, dass man meint sie hoeren irgendwann auch auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habs vergeigt und niemandem von Euch gemailt, weil mein ganzes Geschreibe Caspar gilt und galt - werimmer das nun wieder ist... Aber wirklich, wenn ich schreiben will weiß ich gar nicht wem und wo anfangen. Andrea, Ron, Lara und Moena Gross, Bene (gibts da noch was zu erzaehlen..?), der BZ, Dir, der Familie (meiner Schwester die vielleicht noch in Indien ist), Sini, Benja bzw. Zeitung, Muri und Bertil, deren umwerfende Einladung ich so niedertraechtig verschmaete...&lt;br /&gt;Das beste ist, ihr schreibt mir einfach, wenn ihr Zeit und Lust zum Wortetauschen habt zwischen Pc und Leben, dann schreib ich gern zurueck!!&lt;br /&gt;Ich denke oft an alles daheim, aber zum glueck auch an das was hier ist, deshalb versuche ich (wenn sich das mit den Photos schon so hinzieht) nochmal ein Bild zu vermitteln:&lt;br /&gt;Ich wohne in einer Wohngemeinschaft von etwa acht Betreuten (Behinderten wie man auch sagt), zwei Betreuern, der Familie Hannesen (die das hier gegruendet haben) und ein paar anderen deren Aufgabe ich noch nicht ganz verstehe, in einem großen Backsteinhaus am Rande vom Lahore. Tagsueber kommen etwa 40 Betreute um in einem weitern Backsteinhaus mir weiteren Betreuern sinnvolle Dinge zu tun, zu arbeiten. Naehen, Backen, Holzarbeit usw. Dann gibt es, wenn man sich einige hundert Meter hinfahren laesst, noch eine Waldorfschule, die zu Roshni gehoert (mit etwa 60 "normalen" Kindern, Klassen 1 bia 5). Wenn ich vorhin schon von Aufgabe gesprochen habe: meine habe ich hier auch noch nicht so ganz klar gekriegt und das muss ich erstmal alleine machen (Shahida hat wirklich genug zu tun, fuer Helly: Vendana Shiva vielleicht). Immerhin scheint es so als sollte ich in der Schule arbeiten. Wenn der Ramadan zuende ist, bekomme ich vielleicht sowas wie einen Stundenplan und kann mich dann auch darauf vorbereiten, ploetzlich vor 10 bis 20 kleinen Kindern zu stehen, die mit großen schwarzen Augen erwarten, dass ich sie unterhalte in einer Sprache, die sie nicht verstehen. Wenn ich eine Klasse betrete, geht der Lehrer zu Seite und laesst mich tun was ich will. Als Europaeer wirst Du hier echt komisch uebergeordnet. So ein Quatsch!! Naja, ich werde mich schon reinfinden, da bin ich ganz optimistisch. spaetestens wenn Eid (Fest am Ende des Ramadan - groeßenmaeßig wie unser Weihnachten vielleicht) rum ist.&lt;br /&gt;Ansonsten habe ich hier viel Zeit und kann nur als Frau leider nicht sagen tschuess, ich geh mal eben spazieren - sondern lebe eben zwischen und in diesen beiden Gebäuden und den vielen Menschen hier. Aber es gibt noch genug zu entdecken und die Tage sind recht kurzweilig. Heute habe ich meine ersten Kleider genaeht bekommen, mit Stoff, den ich in Lahore ausgesucht habe. Wenn wir dafuer in die Stadt fahren (ca. eine halbe Stunde von hier), dann zieht man sich schon gerne das Tuch ueber die Haare, welches sonst um Schultern und Brust liegt um nicht mit etwaigen Reizen zu spielen. Ich mag die Kleider hier. Ich mag auch den Respekt und die Freunlichkeit, die mir hier entgegenkommt. Ich wuerde nur gerne auch mal wieder etwas unnatuerliches (was fuer mich das natuerlichste ist) tun. Bloedsinn machen. Handstand oder so.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-3075337210471755373?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/3075337210471755373/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=3075337210471755373' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3075337210471755373'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/3075337210471755373'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/10/handstand.html' title='Handstand'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-1106219271864265010</id><published>2007-10-04T03:02:00.000-07:00</published><updated>2007-10-04T03:18:12.363-07:00</updated><title type='text'>Vor deinem Fenster ist eine Baustelle</title><content type='html'>...aber ich hoffe, das macht Dir nichts! Nein, das macht mir nix. Wenn ich aufwache und rausschaue, dann stehen sie dort schon mit ihren weißen Gewändern + Turban tief in der Erde und graben fuer das Fundament eines großen Gebäudes. Alles von Hand. Auch mittags, wenn die Sonne ca. 30 Grad macht. Nur Nachts nicht, da hoer ich sie dann in der Moschee neben der Baustelle beten - denn es ist ja Ramadan und da gehts um 3 h morgens richtig los mit Beten und essen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verhaeltnismaeßig zur Arbeitsweise (einer graebt, andre beten) geht es wirklich schnell voran vor meinem Fenster. Und "Baustellenlaerm" gibt es da auch nicht. Es ist ganz komisch, an die Bagger und Kraene von daheim zu denken wenn ich aus dem Fenster schaue und diese (koerperlich) harte Arbeit sehe...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-1106219271864265010?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/1106219271864265010/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=1106219271864265010' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/1106219271864265010'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/1106219271864265010'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/10/vor-deinem-fenster-ist-eine-baustelle.html' title='Vor deinem Fenster ist eine Baustelle'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-2104948663668401320</id><published>2007-10-02T09:42:00.000-07:00</published><updated>2007-10-02T09:48:35.436-07:00</updated><title type='text'>angekommen</title><content type='html'>Vom Flughafen holen mich fuenf Menschen ab. Der Sicherheit wegen sagen sie. alle laecheln und sind von Anfang an total lieb zu mir. Ich bin jetzt seit einem Tag in Roshni und komme aus dem Staunen nicht heraus. Morgen werde ich versuchen, Bilder in den Blog zu stellen, aber Internet ist Mangelwahre. Deshalb nur soviel: es geht mir wirklich gut und ich freue mich auf alles, was kommt! Morgen gehts erstmal in die Schule, dann muss ich mein Englisch meine Lieder und die Kreativität (Basteln) wieder herauskramen. Das Essen, die Menschen, das Haus - alles was ich bisher gesehen habe ist fremd, gleichzeitig aber auch nicht unvertraut. ich hab noch nicht die Worte dazu, fuer heute ersteinmal: wunderschoen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-2104948663668401320?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/2104948663668401320/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=2104948663668401320' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/2104948663668401320'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/2104948663668401320'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/10/angekommen.html' title='angekommen'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-382708995466528559</id><published>2007-09-30T11:20:00.001-07:00</published><updated>2007-10-01T03:08:43.446-07:00</updated><title type='text'>Flughaefen</title><content type='html'>Frankfurt Flughafen. Irgendwie steht hier ein Laptop mit Internet, ohne Geld zu wollen. aber dafuer macht er auch lauter Quatsch. Ich schreibe lieber nur wenig... Ich sollte meinen Blog so machen, dass man versteht, um was es geht, hab ich gehoert. Na gut. Ich hab an der Waldorfschule Schopfheim dieses Jahr Abi gemacht und geh jetzt von Oktober bis März nach Pakistan, um dort ein Praktikum an einer kleinen Schule/Camphillgemeinschaft zu machen. Dort werde ich - wenn es gut läuft - mit den Kleinen Englisch und Kunst machen, d.h. malen, basteln, singen etc. Wie die Arbeit dort genau aussieht weiß ich noch nicht. warum ich das mach? weil ich vielleicht Lehrerrin weden will?! Weil ich an meinem Weltbild bastel? weil ich (meine) Grenzen kennenlernen will? Vielleicht. Aber eigentlich eher um... hm... Weil der Kontrast erst sichtbar macht, wuerde Phillip sagen. Wieder sowas unverständliches. Aber mal ehrlich, es ist wirklich nicht so interessant, was ich mach, oder was die "Gruende" dafuer sind. Ich wuerd lieber wissen, was ich erlebe, wies mir dabei geht. z.b. Flughafenkontrollen und aufgeschlossene Inderinnen, die mit mir fliegen. Muede sein vom Leute verabschieden und muede vom so viele Menschen auf einmal sehen. Kurz vorm Abflug und jetzt erst realisieren, dass es wirklich geht (das Ticket kam am Freitag,Versicherung Samstag, heute fliege ich). Soviel fuer heute, danke fuer alle lieben Wuensche von Euch gestern!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dubai. Die haelfte der 15 Wartestunden sind etwa rum. Aber was heisst es schon zu warten. Fuer mich bedeutet es, ganz unerwartet eine menge Zeit zu haben, mit der man vieles tun kann. Hier laufen wirklich die Scheiche umher, wie mir gesagt wurde und alles ist bunt und durcheinander. aber auch ruhig: viele schlafen am Boden, sitzen da in ihren schoenen Stoffen, warten. Nur bei einigen wenigen, da gehen die Stoffe bis ueber die Nase und sind schon nicht mehr schoen, sondern schwarz und schwer. Ich kann mich in diese Frauen nicht reinversetzen, aber ich finde es traurig, das Gesicht - was doch so wichtig ist am Menschen - verhuellen zu muessen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-382708995466528559?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/382708995466528559/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=382708995466528559' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/382708995466528559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/382708995466528559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/09/am-flughafen.html' title='Flughaefen'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-2276900491264272755</id><published>2007-09-25T09:12:00.000-07:00</published><updated>2007-09-26T02:28:34.691-07:00</updated><title type='text'>Der Hammer!!</title><content type='html'>Ich komme aus dem Basislager, Karlsruhe Mitte (wo ich ein Moskitonetz und giftiges mückenspray gekauft habe), schlender durch die Straßen und ueberlege, an was ich noch denken muss bis Sonntag. Heute morgen hab ich den Flug gebucht. Warum jetzt schon? Warum später. In Dornach wird es noch viele Tagungen geben, in Artaban und Free und Regiogeld hab ich kaum noch Verantwortung und so sehe ich euch und Dich auch frueher wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Effect insurance hab ich gesagt. genau, versichern muss ich mich!! Neben mir ein Reisebüro, ich werd reingezogen, setz mich, höre dass ich einen Versicherungsmakler vor mir hab. Sein Geburtstag heute, andauernd das Telephon. Als ich ihm meine Lage schilder schaut er auf, lacht, schaut mich an, schuettelt den Kopf und murmelt "der Hammer!!" ... "das ist mutig"...."gut gut gut" ....."Junge Leute sollten viel mehr Unterstützung bekommen." usw.&lt;br /&gt;Nach einer knappen Stunde bin ich versichert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist so verrueckt, wie die Leute reagieren. Auch wenn ich schon gar kein Bock mehr hab auf die Frage zu antworten "und, was machst du jetzt eigentlich?", lohnt es sich immer wieder.&lt;br /&gt;Ich bin froh, jetz zu gehen. Jetzt, wo ich mich hier richtig wohl fuehle, viele Dinge habe, die ich gern tun wuerde, viele von euch, die ich gerne mal laenger sehen wuerde. Aber ich weiß auch, dass dieser Zustand nur davon abhaengt, dass ich eben nicht bleibe. Wuerde ich das Jahr und den Tag hier weitervertun (ohne konkrete Vorstellung von näherer und fernerer Zukunft), waer ich bald unzufrieden, unausgefuellt, koennte das nicht schaetzen, was ich hier "daheim" alles habe. Weist Du, was ich mein? hm...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß nicht, wie es dort mit Internet ist, wann ich wieder schreibe. Am Sonntag fleig ich, am Samstag verabschied ich mich gebuehrend von allen die abends in mein geliebtes Free Cinema und dann etwas spaeter in die Hans-Vetter-Str. 12 zur Gnujo kommen. Das wird jedenfalls der Hammer : )&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-2276900491264272755?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/2276900491264272755/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=2276900491264272755' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/2276900491264272755'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/2276900491264272755'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/09/der-hammer.html' title='Der Hammer!!'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-4323900529736235467</id><published>2007-09-21T05:58:00.000-07:00</published><updated>2007-09-21T06:17:10.558-07:00</updated><title type='text'>For You have waited so long...</title><content type='html'>I sent one of these hatered mass-mails to all of You, hopefully that it will be the only one and that you aren't disappointed for I didn't wirte something more personal...&lt;br /&gt;the header of this mail says "Dawn of my journey", which means - outside the grammar - that I'm going to book my flight right now, effect insurance etc. -  preparing everything and me for six months Pakistan, working in a small waldorf-school (www.roshni.org.pk), living in a muslim counry, knowing at the beginning no one but me (which is questionable as well).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Phonecall with the ambassador of Pakistan: "This is Maria Jacobi. I must know what's the matter with my Visum!!"     (wide wide interval)     "ok, I'll post it today - for you have waited so long..." Thank You.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-4323900529736235467?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/4323900529736235467/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=4323900529736235467' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4323900529736235467'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4323900529736235467'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/09/for-you-have-waited-so-long.html' title='For You have waited so long...'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7298130097767275299.post-4027703491039733282</id><published>2007-09-19T05:21:00.000-07:00</published><updated>2007-09-19T05:38:20.226-07:00</updated><title type='text'>Nach der Schule, vor der Reise</title><content type='html'>Selten habe ich bisher so viel im Jetzt leben koennen wie heute. Ich habe fast das Gefühl, das erste Mal in meinem Leben steht die Gegenwart im Vordergrund, da Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen nebenherfließen und mich eher selten beanspruchen. Mit dem Abi hat auch eine gewisse Art zu denken in mir aufgehoert, die immer von mir erwartet hat, den Tag moeglichst effektiv zu nutzen, alles zu tun, was kraeftemaeßig geht und wenn ich schon in in der Schule bin, dann aber richtig! Vor mir liegt nun auf lange Monate (wahrscheinlich 6) ausgebreitet die Reise nach Pakistan. Liegt also da und braucht mich bisher nur fuer organisatorisches. Im Moment folgt ein Tag auf den naechsten, ohne dass ich weiß, ohne dass ich wissen muss, wie er verläuft, was kommt. Und es kommt viel mehr als ich erwarte, solange ich die Freiheit habe alles zuzulassen, was JETZT dran ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7298130097767275299-4027703491039733282?l=maria-jacobi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/feeds/4027703491039733282/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7298130097767275299&amp;postID=4027703491039733282' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4027703491039733282'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7298130097767275299/posts/default/4027703491039733282'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maria-jacobi.blogspot.com/2007/09/nach-der-schule-vor-der-reise.html' title='Nach der Schule, vor der Reise'/><author><name>Maria</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry></feed>
