Montag, 2. November 2026

Novembergedanken

Ich kann ein bisschen gar nicht glauben, dass es schon drei Jahre her ist, dass ich meinen letzten Post hier geschrieben habe. Dabei macht mich Schreiben doch so glücklich. Und wie oft ich an meinen kleinen Blog irgendwo in den letzten Ecken des Internets denke, mitten im Leben, und weiß, welche Geschichten ich dort gerne festhalten will. Trotzdem nehme ich meinen Laptop nicht mit auf die nächste Reise - aber mein Tagebuch. Und das feste Vorhaben, zu schreiben. Am 10. November fliege ich, so weit östlich, wie ich noch nie war, nach Südostasien. Ein bisschen planlos, ein bisschen freudig, ein bisschen alles.

Novembermorgennebel zieht über meinen Balkon, als ich bei Mauri drüben Kaffee hole. Kaffee und Coworking. Wir sind gute Freunde, gute Nachbarn - gutes alles. Ich liebe mein Berlin dafür, dass ich Menschen habe, die sich freuen, mit mir zu sein und Momente zu teilen. Die Hinterhofsaunen, die Swingnächte, Spaziergänge, Seen und Tee. Und trotzdem hab ich schon lange lange große Lust aufs Reisen. Jetzt habe ich fünf Wochen, weiß nicht, was passiert, bin neugierig, bin besorgter als früher, weiß aber auch, dass ich ja Reisemaria bin und freue mich drauf. Ich nehme ein Buch mit (Samarkand von Olga Kharitidi), mein Tagebuch - und meine Intuition.

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